Ölsaaten: Chinas Einkaufsstrategie bei Soja

27. Juli 2020 um 13:44 , Der AUDITOR
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CHICAGO/HAMBURG. Markt- und Preistrends am frühen Nachittag mit Einschätzungen des Handels. Nach gegenseitigen Konsulatsschließungen in Houston und Chengdu sind die Beziehungen zwischen USA und China unterkühlt. Aber Peking handelt strategisch. Beim Raps kommt jetzt EU-Importware herein.

Sojabohnen: China handelt strategisch
Der US-Sojamarkt legte leicht zu. Nach gegenseitigen Konsulatsschließungen in Houston und Chengdu haben sich die Beziehungen zwischen USA und China verschlechtert. Aber Peking verzichtete auf die Schließung des US-Konsulats in Honkong, um nach US-Wahlen im November neue Wege zur Verbesserung der Beziehungen offenzuhalten. Aus US-Brokerkreisen wurde bekannt, dass die USA zur neuen Saison ab 1. September bereits 6 Mio. mt Sojabohnenexporte gebucht hätten, womit der US-Handel zufrieden wäre. China Zollbehörde gab an, im Juni 10,51 Mio. mt Bohnen aus Brasilien importiert zu haben. Analysten sehen darin zwei Annahmen bestätigt. Höhere Viehbestände Chinas hätten den Sojaverbrauch angeregt. Zweitens erhöht China die Sojabestände zur Vorkehr vor einen zweiten Corona-Welle, auch deshalb, um bei steigenden US-Preisforderungen dem Markt fern zu bleiben.

 

Terminkurse -Soja (Fronttermine)

Sojabohnen (USD/bu)

903,75

-0,2 %

Sojaschrot (USD/bu)

290,00

-0,3 %

Sojaöl (USD/bu)

29,76

0,1 %


Sojaschrot-Kassamarkt 

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

7/20

8/20

9/20

10/20

Rotterdam

291,00

291,00

293,00

293,00

Hamburg

290,00

290,00

292,00

292,00

Mainz

298,00

298,00

301,00

301,00

Straubing

313,00

313,00

317,00

317,00

Quelle: Handel

Tendenz: Rotterdam +7, Hamburg +7, Mainz +6, Straubing 0


Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Saldo

Sojaöl FOB Hbg. (EUR/mt)

770

0,0 %

Rapsöl FOB Hbg. (EUR/mt)

873

0,2 %

Palmöl CIF Rott. (USD/mt)

710

2,1 %

Palmkernöl CIF Rott. (USD/mt)

750

-0,7 %

Sonnenblumenöl (USD/mt)

805

0,0 %

Kokosöl (USD/mt)

930

4,4 %

Quelle: Handel

Raps: Importeure kaufen in Moldawien und Serbien
Trotz festerer Vorgaben beim Palmöl gab Rapssaat nach. Auch die Meldung Frankreichs Handel, dass die ukrainische Rapsernte nur 2,52 Mio. mt betragen soll, gegenüber 3,5 Mio. mt im Vorjahr, ließ den Markt kalt. Die Ölmühlenindustrie hat aus neuer Ernte gekauft, nachdem sich der Ex-Erntepreis zu späteren Terminen verkürzt hatte. Importeure legten dabei den Fokus auf Einfuhren aus Moldawien, wobei bis 19. Juli mit 12.497 mt gut 65 % der EU-Importe von dort kamen, gefolgt von Serbien mit 24,9 % Importanteil. Der hohe Eurokurs von 1,175 USD/EUR sorgt für gute Importchancen.

Terminkurse Canola/Raps (Fronttermine)

Canola (CAD/mt)

487,30

0,8 %

Raps (EUR/mt)

377,50

-0,6 %

 

Terminkurse Palmöl (Fronttermine)

Palmöl (Ringgit/mt)

2.778

2,8 %


Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Rapssaat 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB*

370,00

-2,00

Mosel FOB*

378,00

-2,00

Hamburg CIF*

379,00

0,00

Neuss DDP*

385,00

0,00

Hamm DDP*

387,00

0,00

Mannheim DDP*

384,00

0,00

uelle: Handel             *Preisbewertungen zur neuen Ernte

Rapsextraktionsschrot 00 (34/7)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Hamburg FOB*

198,00

1,00

Niederrhein FOB*

192,00

1,00

Quelle: Handel

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