Neuseeland: Milchproduktion erreicht Rekord

4. Dezember 2018 um 11:10 , Der AUDITOR
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Die neuseeländische Milchproduktion wird in diesem Jahr den Höhepunkt aus dem Wirtschaftsjahr 2014/2015 übertreffen. Das wirkt sich jedoch schlecht auf die Preis für Milchprodukte aus.

Saisonal wird im Oktober in Neuseeland die meiste Milch gemolken und davon gab es in diesem Jahr reichlich. Laut aktuellen Daten des neuseeländischen Molkereiverbandes (DCANZ) belief sich die Erzeugung im Berichtsmonat auf 3,3 Mio t; das waren 110.000 t oder 3,6 Prozent mehr als im Oktober 2017. Erst einmal, im Oktober 2014, war ein ähnlich hoher Rohstoffanfall verzeichnet worden. Gute Bedingungen auf der Weide haben bewirkt, dass seit Beginn der Saison 2018/19 im Juni die Milcherzeugung gegenüber den entsprechenden fünf Monaten des Vorjahres um 5,8 Prozent gestiegen ist. Experten gehen laut Agra-Europe davon aus, dass der Milchrekord aus dem Wirtschaftsjahr 2014/15 in der aktuellen Saison übertroffen wird.

Der Milchexperte der neuseeländischen ABS-Bank, Nathan Penny, geht davon aus, dass aufgrund der hohen Milchanlieferung der anvisierte Milchpreis von Fonterra von 6,25 NZ$ (3,73 Euro) bis 6,50 NZ$ (3,88 Euro) je Kilogramm Milchfeststoff nicht zu halten sein wird. In der Saison 2017/18 hatten die Fonterra-Lieferanten ohne Genossenschaftsdividende 6,69 NZ$ (4,00 Euro) erhalten.

Neuer Jahrestiefstand bei Butter
Die neuen Zahlen zur Milchanlieferung in Neuseeland dürften auch das jüngste Ergebnis an internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) beeinflusst haben. Dort gab am Dienstag vergangener Woche (20.11.) der zusammenfassende Preisindex für die sieben gehandelten Standardmilcherzeugnisse gegenüber der vorherigen Handelsrunde von Anfang November um 3,5 Prozent nach. Seit Anfang Juni ist das aggregierte Preisniveau an der GDT um 19,5 Prozent gefallen; es unterschreitet das vergleichbare Vorjahresniveau mittlerweile um 12,7 Prozent. Unter besonderem Preisdruck stand bei der jüngsten Versteigerung erneut die Butter, die über alle Kontraktlaufzeiten hinweg einen durchschnittlichen Abschlag von 9,6 Prozent gegenüber der Versteigerung vor zwei Wochen verzeichnete und mit 3.637 $/t (3 183 Euro) auf einen neuen Jahrestiefstand rutschte.

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