Mais: Schwäche am Markt setzt sich wieder durch

25. Juni 2020 um 13:29 , Der AUDITOR
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PARIS. In den USA gaben die Maiskurse nach. Preisrückgang beim Rohöl und Regenmeldungen im US-Corn Belt sind Gründe. In Frankreich erwartet der Handel eher sinkende Preise. Für Überraschung sorgt Indien. Mehr dazu im Beitrag.

Die Maismärkte zeigten Schwächetendenzen in den USA, was durch den Rohölpreisrückgang am Morgen bei WTI um 6,4 % auf 39,9 USD/Barrel und Brent um 6,3 % auf USD/Barrel zurückführen ist. In den USA haben die Rohöllagerbestände mit 540,7 Mio. Barrel eine neue Allzeit-Rekordmenge erreicht. Die Bestände sind um 15 % höher als im Vorjahr. Die hohen Vorräte sind Folge einer wegen der Corona-Krise weggebrochenen Rohölnachfrage. Steigenden Infektionszahle in den USA, in Südamerika und auch in Asien trüben die Nachfrageentwicklung wieder stärker ein als erwartet. Laut UVP-Bericht ist die US-Ethanolproduktion um 52.000 auf 893.000 Barrel/Tag gestiegen. Die US-Ethanolbestände sanken um 312.00 Barrel auf 21 Mio. Barrel. Überraschend hat Indien einen Import von 500.000 mt Mais zum verminderten Zollsatz von 15 % genehmigt, beträgt dieser üblich für Mais 60 %. Dadurch soll die Futterversorgung für Indiens Geflügelbranche verbessert werden. Im US-Corn Belt wurde Regen vorhergesagt.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

323,25

-0,6 %

Matif (EUR/mt)

165,75

0,0 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

157,00

0,00

Süd-Holland CIF

186,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

190,00

0,00

Westfalen DDP

192,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Frankreichs Maispreise bröckeln
In Frankreich sorgen mehrere Faktoren für schwache Preiserwartungen. Ersten wird die US-Maisernte mit 406 Mio. mt gut 17 % über dem Vorjahr liegen. Die ukrainische Maisernte wird mit rund 39 Mio. mt das Vorjahresergebnis um fast 9 % toppen. Frankreichs Maisernte wird mit 14,4 Mio. mt um 12 % höher veranschlagt. Die vorübergehende Schließung deutscher Schlachthöfe, wie zuletzt beim größten Schlachthof-Betreiber Deutschlands, der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, belasten auch den Futtermittelsektor über geringere Vieh-Einstallungen. Gut 20.000 Schweine pro Tag müssen umdisponiert werden, was nicht immer gelingt. Die laufenden Gerstenernten und das Erntegeschäft drängen die Kauflust bei Mais derzeit zurück. An der Preislage für Mais in Polen änderte sich wenig, Körnermais mit 162 EUR/mt EXW Warschau und 158 EUR/mt EXW Slaski angeboten. Ukrainischer Mais aus alter Ernte soll zu 173 USD/mt Fob Odessa angeboten werden. Die neue Ernte soll preislich bei 147 bis 148 USD/mt liegen.

DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

190,00

0,0 %

 

 

 

Quelle: Handel

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