Mais: Schatten und Licht bei Weltpolitik

25. Mai 2020 um 14:24 , Der AUDITOR
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PARIS. Mais legte an den Terminbörsen zu, nach dem Rohöl sich weiter befestigen konnte und Mais sehr konkurrenzfähig gegenüber Futterweizen blieb. Dabei trieben Produktionskürzungen der OPEC Plus Gruppe bei der Rohöl-Fördermenge, die Lage in Hongkong, nachdem Peking stark in die Gesetzgebung dort eingreifen will, sowie Zweifel über eine rasche konjunkturellen Erholung Chinas, den Maismarkt. In Holland sorgt der Corona-Ausbruch von 147 Infizierten im niederländischen Schlachthof in Groenlo für Schlagzeilen.

In Chicago notierte US-Mais am Mittag mit leicht über 3,17 USD/Bushel um 0,4 % fester als letzten Freitag. In Paris stieg der Fronttermin um 0,9 % auf 167,75 EUR/mt. In den USA bleiben Börsen wegen des Memorial-Day-Feiertages heute geschlossen. Dabei trieben drei Faktoren den Markt: Peking will stark in die Gesetzgebung Hongkongs eingreifen und ein neues Sicherheitsgesetz durchdrücken. Die USA drohen mit scharfer Antwort, falls China Hongkongs Sonderstatus antasten sollte. US-Dollar und Rohöl legten zu. Produktions­kürzungen der OPEC Plus Gruppe von 9,7 Mio. Barrel pro Tag sowie zusätzliche Kürzungen von Saudi-Arabien, den VAE und Kuwait zeigen Wirkung. Mit dem gleichzeitigen Rückgang der US Schieferöl­produktion wurde das Ölangebot soweit reduziert, so dass die Rohöl-Märkte wieder leicht anziehen. WTI stieg um 4,3 % auf 33,4 USD/Barrel und Brent um 1,7 % auf 35,1 USD/Barrel. Auch wurden Zweifel über eine rasche konjunkturellen Erholung Chinas laut, nachdem Peking auf eine zweite Konjunkturprognose für das zweite Halbjahr wegen der Covid19-Pandemie verzichten will. Denkbar ist dort ein Null-Wachstum für 2020, hieß es. Auch soll Chinas Wirtschaft vermehrt faule Kredite gebunkert haben, was die Wirtschaft dort belastet.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

164,00

3,00

Holland CIF

182,00

0,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

182,00

0,00

Niederrhein DDP

182,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

Corona-Ausbruch in Groenlo
Am französischen Kassamarkt legte Mais am Morgen um 3 EUR/mt zu. In Frankreich waren 93 % der Mais-Aussaat abgeschlossen gegenüber 90 % in der Vorwoche. Die Bonitierung war leicht schwächer. FranceAgriMer senkte sein Crop-Rating um einen Prozentpunkt auf 86 % gut bis exzellente Pflanzen. In Deutschland und Polen dürfte der Maisanbau 75 bis 85 % Fortgang erreicht haben. Im weiteren Wochenverlauf soll warmtrockene Witterung wetterbestimmend bleiben, was den Maisanbau vorantreiben sollte. Spaniens Handel hat mit Blick auf die Futtergerstenernte die Handelskäufe für Mais aus Frankreich, Ukraine und Brasilien vermindert, hieß es. Die ukrainische Maisernte, die in Höhe von 38 bis 40 Mio. mt erwartet wird, im Vergleich zu 35,9 Mio. mt im Vorjahr, dürfte von den jüngsten Regenfällen profitieren. In Holland sorgt der Corona-Ausbruch von 147 Infizierten im niederländischen Schlachthof in Groenlo der Schlachthof-Gruppe Vion für Schlagzeilen. Bereits am Freitag hatten die Behörden der Provinz Gelderland im Osten des Landes für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet und den Schlachthof geschlossen. Die Preise für Schweinefleisch sind jedoch wieder auf 1,75 EUR/kg SG gestiegen. Zum Pfingst-Wochenende ist mit erhöhtem Grillbedarf ist zu rechnen, hieß es.

 

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