Mais: IGC-Prognose mit vielen Unsicherheiten

4. Mai 2020 um 14:46 , Der AUDITOR
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PARIS. Der Maismarkt setzt die Kursschwäche fort. Frankreichs Maisaussaat war zu 70 % abgeschlossen. Die EU erhebt seit 27. April Zölle in Höhe von 5,27 EUR/mt auf die Einfuhr von Roggen, Mais und Sorghum. Am US-Maismarkt herrscht große Unsicherheit darüber, wie stark sich die Corona-Krise auf die Futtermittelnachfrage auswirken wird. Der IGC rechnet in den USA mit einer Maisernte von 388,8 Mio. mt.

In Chicago notierte Mais am Mittag mit 3,06 USD/Bushel nahezu unverändert zu letztem Freitag.  In Paris gab der Fronttermin auf 165,00 EUR/mt schwach nach. Der Kassamarkt startete in Frankreich jedoch mit 5 EUR/mt Preisabschlag zur Vorwoche, was mit zügiger fortgeschrittener Maisaussaat von 70 % zu begründen war. Am US-Maismarkt herrscht große Unsicherheit darüber, wie stark sich die Corona-Krise auf die Futtermittel-Nachfrage auswirken wird. Gleiches gilt für die Nachfrage nach US-Ethanol auf Maisbasis. Die Kroger-Supermärkte teilten mit, dass Schweine- und Rindfleisch in einigen Märkten wegen geringer Schlachtzahlen bereits rationiert werden muss, weil nach unverkäuflichen Überschüssen noch im März Frischfleisch in den USA inzwischen knapp geworden ist. Auch geriet der Exportmarkt unter Druck, beschuldigte US-Präsident Donald Trump Chinas Regierung, für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich zu sein, was Befürchtungen über eine Wiederaufnahme des Handelskrieges hochkochen ließ. Die US-Maisaussaat geht mit überdurchschnittlichem Tempo voran, erwartet der Handel, dass der Maisanbau zu 45-48 % abgeschlossen sein dürfte, gegenüber 39 % im fünfjährigen Mittel.

Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

155,00

-5,00

Holland CIF

180,00

-2,00

Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

182,00

0,00

Niederrhein DDP

182,00

-2,00

Oberrhein FOB

155,00

-5,00

Quelle: Handel

Brüssel erhebt Importzölle auf Maisimporte
Im Fokus stand die neue Prognose des Internationale Getreiderates (IGC). Dabei haben die Experten ihre Schätzung zur Welt-Maisernte 2020-21 nur geringfügig um 1 Mio. mt auf 1,158 Mrd. mt angehoben. Der Verbrauch soll 1,173 Mrd. mt erreichen. Hierbei bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die weitere Ethanol-Nachfrage entwickelt. Die globalen Endbestände an Mais 2020/21 erwartet der IGC derzeit bei 281 Mio. mt, gut 7 Mio. mt über der März-Prognose. In der EU-27 rechnet der IGC mit einer Maisernte von 68,2 Mio. mt. Die Ukraine soll angesichts der Trockenheit nur 34,5 Mio. mt ernten. In den USA gehen die Experten von einer Maisernte von 388,8 Mio. mt, im Vergleich zu 347,8 Mio. mt in dieser Saison aus. Die EU erhebt seit 27. April Zölle in Höhe von 5,27 EUR/mt auf die Einfuhr von Roggen, Mais und Sorghum. In Deutschland hat eine Umfrage der Kleffmann Group ergeben, dass die Maisanbaufläche um 3 % auf 2.717.945 ha ansteigen könnte. Mit einem Plus von 6,1 % bzw. 35.000 ha führt Niedersachsen bei der Erhöhung das Feld an. Die Körnermaisproduktion soll auf 472.494 ha erfolgen. Das entspricht einem Plus von 19 % zum Vorjahr.

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