Mais: Höhere Prognose für Brasilien

23. Juli 2019 um 13:42 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

PARIS. In Chicago holte Mais beim Fronttermin heute Vormittag auf 425,25 Bushel je US-Dollar auf, auch der Märztermin...

stieg auf 438,50 Bushel je US-Dollar. Zuvor hatten Regenfälle in Illinois, Indiana und Ohio die Maisbestände verbessert. Diese Woche wurden die Ratings für Mais im nordöstlichen Corn Belt wegen Hitze herabgestuft. Beim Crop Progress Report wurden 57 % der Maispflanzen als gut bis exzellent eingestuft, ein Prozent weniger als in der Vorwoche. In den nächsten 10 Tagen werden jedoch 77 bis 95 % der Bestände im Norden die Fahnen schieben, hieß es vom Handel. Die Exportinspektion bis einschließlich 18. Juli lag mit 438.045 mt Mais eher unter den Erwartungen des Handels. In Argentinien waren laut Getreidebörse in Buenos Aires 63 % der neuen Maisaussaat abgeschlossen. In Brasilien hob die Agentur Safras and Mercado ihre Maisprognose 2019-20 auf 104 Mio. t an. Das USDA taxierte Brasiliens Maisernte auf 101 Mio. mt. Laut Agentur AGRural war Brasiliens Safrinha-Maisernte bis 18. Juli zu 67 % gedroschen, im Vergleich zu 36 % im Vorjahr.

In Paris gab Mais am Vormittag beim Fronttermin auf 180,00 EUR/mt schwach nach, der Märztermin blieb bei 183,25 EUR/mt stehen. Die zweite Hitzewelle in Westeuropa könnte den Maisbeständen mehr schaden als die erste, meinte der Handel. Allerdings hob der EU-Prognosedienst Mars seine Vorhersage für den EU-Körnermaisertrag gegenüber Juni auf 8,1 mt je ha an, gut 0,5 mt/ha über dem fünfjährigen Mittel. Hohe Ernteerwartungen in Südosteuropa sind der Grund.

Am französischen Kassamarkt tendierten die Maispreise zuletzt seitwärts, auch am niederländischen und deutschen Markt nahezu unverändert zum Vortag.


Mais-Kassakurse (Fronttermin)

Mais (handelsüblich) FOB

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux

168,00

0,00

La Pallice

168,00

0,00

Holland

190,00

0,00

Oldenburg

193,00

0,00

Niederrhein

187,00

0,00

Oberrhein

185,00

0,00

Ukraine

-

-

Russland

-

-

Argentinien

-

-

Brasilien

-

-

 

EU-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

Frankreich

12.680,0

14.4916,0

Deutschland

4.270,0

4.541,0

Italien

5.826

6.110

Spanien

3.360

3.800

Polen

4.020

3.840

Ungarn

8.370

8.665

Rumänien

11.450

12.000

Bulgarien

2.550

3.077

EU-28

62.370

62.754

 

Welt-Maisernte 2019-20 (Prognose)

EU-Maisernte (1.000 mt) 

Länder

2019/20

2018/19

USA

347.500

366.300

Argentinien

56.000

49.000

Brasilien

101.000

101.000

China

254.000

257.300

Südafrika

14.000

11.500

Ukraine

33.000

35.800

EU-28

62.370

62.754

Welt

1.009.200

1.120.500

 

Quelle: INC Juli 2019

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
- allgemeine Preischarts
- allgemeine Preisinformationen

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Getreide
23.09.2026
KYJIW/DALIAN. Ukrainische Bauern erzielen deutlich bessere Hirseerträge als im Vorjahr. Im chinesischen Markt haben die Preise nicht viel Spielraum nach unten. Die EU-Importe sind in dieser Saison um 60% gesunken.
Getreide
23.09.2026
KYJIW/DALIAN. Ukrainische Bauern haben die Buchweizenernte 2026 gut zur Hälfte abgeschlossen. In China stützen geringere Produktionsergebnisse die Rohwarenpreise. EU-Länder haben in den letzten Wochen rund die Hälfte ihrer Buchweizenimporte aus Kasachstan bezogen.
Getreide
01.09.2026
DALIAN/KYJIW. In China legen die Buchweizenpreise deutlich zu. Wetteranfälligkeit sorgt für Unsicherheit im Markt. Chinas Importe aus Russland waren rückläufig.
Getreide
01.09.2026
KYJIW/DALIAN. In der Ukraine wurden bereits 22% der Hirsefelder abgeerntet. In China haben sich die Anbauflächen in diesem Jahr erholt. Marktteilnehmer rechnen mit entsprechendem Druck auf die Preise.