Ingwer: Perus Exportwert deutlich gesunken
4. Februar 2026 um 16:07 ,
Der AUDITOR
Durchschnittlicher Exportpreis deutlich gesunken
Im Jahr 2025 standen die peruanischen Ingwerexporte unter spürbarem Preisdruck. Zwar blieb die internationale Nachfrage mengenmäßig hoch, doch führten sinkende Weltmarktpreise und ein intensiver Wettbewerb in den Absatzmärkten zu einem Rückgang des Exportwertes; das berichtet die peruanische Agrarnachrichtenseite fresh fruit. Insgesamt erreichten die Ausfuhren 106,4 Mio. US-Dollar und lagen damit rund 10% unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig erhöhte sich das exportierte Volumen um 13 % auf 58.747 mt, was klar auf eine preisbedingte Wertminderung hinweist. Der durchschnittliche Exportpreis entwickelte sich im Jahresverlauf volatil, zeigte jedoch insgesamt eine abwärtsgerichtete Tendenz. Nach einem Höchstniveau von 2,51 USD/kg im Frühjahr kam es bis zur Jahresmitte zu einem deutlichen Preisrückgang auf 1,59 USD/kg, bevor sich die Preise gegen Ende des Jahres leicht erholten, ohne jedoch frühere Niveaus zu erreichen.
Frischer Ingwer bleibt Exportschlager
Die USA blieben auch 2025 der wichtigste Absatzmarkt für peruanischen Ingwer, wenngleich der Exportwert gegenüber dem Vorjahr auf 57,2 Mio. USD zurückging. Die Niederlande behaupteten mit 22,9 Mio. USD den zweiten Rang, verzeichneten jedoch ebenfalls einen spürbaren Rückgang der Importwerte. In anderen Zielmärkten zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Während Spanien seine Einfuhren aus Peru ausweitete, reduzierten kanadische Abnehmer ihre Importmengen. Dabei dominierten mit mehr als 78% weiterhin Exporte von frischem Ingwer, der damit den Großteil des Gesamtwertes ausmachte, jedoch aufgrund niedrigerer Preise deutliche Einbußen erlitt. Positiv entwickelten sich hingegen Ingwersaft mit steigenden Exporterlösen sowie getrockneter Ingwer mit weitgehend stabilen Werten. Diese Zuwächse reichten jedoch nicht aus, um den Rückgang im Segment des frischen Ingwers vollständig auszugleichen, so fresh fruit.
EU-Exporte merklich gestiegen
Die EU-Ingwerimporte 2025 sind gegenüber dem Vorjahr um knapp 11% gestiegen. Peru belegte dabei mit 226 mt allerdings lediglich den 6. Platz der wichtigsten Lieferanten. Die größte Menge lieferte mit Abstand China, das insgesamt 5.036 mt verarbeiteten Ingwer in EU-Länder verschiffte – das sind 56% mehr als 2024. Auf Platz 2 und 3 der wichtigsten Lieferanten folgen Indien (-19,8% auf 870 mt) und Vietnam (+25,3% auf 569 mt).
Der größte Abnehmer waren mit 2.640 mt die Niederlande, knapp gefolgt von Deutschland mit 2.450 mt. Der durchschnittliche Importpreis lag mit 3,20 EUR/kg deutlich über dem des Vorjahres, sodass der gesamte Importwert auf knapp 25,89 Mio. EUR angewachsen ist.
|
EU-Import Ingwer in mt |
|||
|
Partner |
2024 |
2025 |
Diff. |
|
China |
3.228 |
5.036 |
56,0% |
|
Indien |
1.085 |
870 |
-19,8% |
|
Vietnam |
454 |
569 |
25,3% |
|
Nigeria |
1.422 |
501 |
-64,8% |
|
Elfenbeinküste |
324 |
326 |
0,6% |
|
Peru |
216 |
226 |
4,6% |
|
Andere |
588 |
571 |
-2,9% |
|
Gesamt |
7.317 |
8.099 |
10,7% |
|
Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-31.12. 09101200 Ingwer, gemahlen oder sonst zerkleinert |
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