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Ingwer: Harter Wettbewerb drückt Preise

16. September 2025 um 16:20 , Der AUDITOR
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PEKING/BRÜSSEL. Während Peru Wettbewerbsanteile in Europa verliert, liefern sich Brasilien und China einen harten Konkurrenzkampf auf dem Ingwermarkt. Die steigenden EU-Importe zeugen von einer stabilen Nachfrage.

Exportpreise gesunken

Wie FreshPlaza berichtet, ist der europäische Ingwermarkt derzeit mit einem Überangebot an Ingwer konfrontiert, das auch Druck auf die internationalen Preise ausübt. Insgesamt zeigt sich der Markt sehr dynamisch. Brasilianischer Ingwer kann mit extrem wettbewerbsfähigen Preisen aufwarten, und auch die Exportpreise für chinesischen Ingwer sind deutlich gefallen. Daten des chinesischen Zolls zeigen, dass der durchschnittliche Exportpreis für chinesischen Ingwer zwischen Januar und Juli bei 1.241 USD/mt lag, das entspricht einem Rückgang von 11,79% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Da Brasilien größere Mengen Ingwer zu günstigen Preisen nach Europa verschifft und die Lieferzeiten hier oftmals kürzer sind, verschärft sich der Wettbewerb mit den chinesischen Anbietern und der Preisdruck hält an. Peru hat indes aufgrund von Qualitätsproblemen Marktanteile in den wichtigen Abnehmerländern Deutschland und Frankreich verloren, stattdessen wird mehr Ware in die USA geliefert.

Gute Ernteaussichten in China

Neben dem harten Konkurrenzkampf sorgt auch die anstehende Ernte in China dafür, dass die Preise in Europa niedrig bleiben. Yao Changfeng, General Manager der Onedayone Group China, gibt gegenüber FreshPlaza an, dass die Wetterbedingungen in den chinesischen Anbauregionen in diesem Jahr gut waren und die Erzeuger mit einer erfolgreichen Ernte rechnen. Das wird die Preise weiter unter Druck setzen. Die Nachfrage ist momentan gedämpft, was in den Sommermonaten in Europa allerdings normal ist; bei kühleren Temperaturen steigt der Ingwerverbrauch üblicherweise. Große Hoffnungen liegen laut Changfeng auf dem Verkauf von Bio-Ingwer; hier hatte Peru lange eine dominierende Stellung inne, doch durch die geringeren Lieferungen in die EU bieten sich nun alternative Möglichkeiten.

Steigende EU-Importe

Insgesamt haben die EU-Ingwerimporte im Jahr 2025 zugenommen. Seit Jahresbeginn wurden 6.108 mt Inger importiert, das sind 13,4% mehr als die 5.385 mt des Vorjahreszeitraums. China ist dabei mit Abstand der wichtigste Lieferant und konnte seine Ausfuhren in die EU um satte 68,5% auf 3.933 mt steigern. Auch Vietnam lieferte erheblich mehr Ingwer in EU-Länder als noch im Vorjahr, während Indien und Nigeria deutliche Rückgänge verzeichnen. Das wichtigste Abnehmerland bleiben die Niederlande, gefolgt von Deutschland und Belgien. Während die Niederlande einen leichten Importrückgang von 2% verzeichnet, haben die Ingwerimporte in die anderen wichtigsten Abnehmerländer zugelegt.

EU-Import Ingwer in mt

Partner

2024

2025

Diff.

China

2.334

3.933

68,5%

Indien

686

547

-20,3%

Vietnam

265

460

73,6%

Nigeria

1.301

360

-72,3%

Elfenbeinküste

201

253

25,9%

Peru

186

179

-3,8%

Großbritannien

139

129

-7,2%

Indonesien

54

56

3,7%

Brasilien

17

37

117,6%

Madagaskar

31

30

-3,2%

Andere

171

124

-27,5%

Gesamt

5.385

6.108

13,4%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-14.09.

09101200 Ingwer, gemahlen oder sonst zerkleinert

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