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Indien: Wachsende Alarmbereitschaft wegen El Nino

10. März 2017 um 08:56 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Es herrscht weltweite Alarmbereitschaft. Mit den steigenden Temperaturen im Pazifik wächst auch das Risiko eines El Ninos. Meteorologen mahnen zur Vorsicht.

Australien mahnt seit dem 28 Februar zur erhöhter Wachsamkeit und Experten in den USA und Australien rechnen mit einer 50% Wahrscheinlichkeit, dass sich gegen Jahresende ein El Nino entwickeln kann. Zudem befindet sich Malaysia in heller Aufruhr. Für Indien, als weltgrößten Baumwollproduzent und zweitgrößte Zuckerproduzent, wären die Folgen katastrophal. Experten geben allerdings Entwarnung. Selbst wenn sich ein El Nino mit ähnlicher Stärke wie in 2015-16 entwickelt, dürfte dies kaum Auswirkungen auf die Monsunregenfälle in Indien haben.

Kardamom

Die Preise für Kardamom haben diese Woche massiv angezogen. Es ist weniger neue Ware verfügbar. Experten rechnen damit, dass das Angebot in den nächsten Tagen aufgrund der kleinen Ernte stark weiterhin zurückgehen wird. Massive Preisrückgänge sind daher kaum zu erwarten. Im Inland ist die Nachfrage ist für diese Jahreszeit normal. Die Käufer decken sich hauptsächlich mit dem Nötigsten ein. Das aktuelle Preisniveau für Kardamom, 8 mm liegt bei 21.592-21.877 EUR/mt FOB.

Kichererbsen

Der Markt erlebte innerhalb von nur 2 Tagen erhebliche Preissprünge. Und das obwohl derzeit verstärkt neue Ware eintrifft. Allerdings konnte das Angebot kaum die wachsende Nachfrage der letzten Tage befriedigen. Analysten rechnen mit niedrigeren Preisen sobald die Nachfrage wieder abflaut. Kichererbsen, 40-42 notieren derzeit bei 1.504-1-790 EUR/mt FOB.

Schwarzer Pfeffer

Die Lieferanten haben geschickt auf das in Vietnam verhängte Importverbot reagiert und ihre Angebote flugs vom Markt gezogen. Sie verhinderten somit einen Preisverfall. Zudem spielte ihnen die erhöhte Nachfrage in die Hände. Preisrückgänge sind auch in nächster Zeit eher unwahrscheinlich. Vietnam hatte letzte Woche kurzerhand ein Importverbot für Waren aus Indien verhängt nachdem mehrere Container entdeckt wurden, die mit Insekten befallen waren. Schwarzer Pfeffer notiert stabil bei 10.133 EUR/mt FOB.

Kurkuma

Die Exportnachfrage lässt schon seit Dezember zu wünschen übrig. Die Abnehmer sind ganz einfach gedeckt. Auch die Inlandsnachfrage ist derzeit nicht besonders hoch. Kein Wunder also, dass die Preise diese Woche nachgegeben haben. Zudem ist die neue Ernte zunehmend verfügbar, was auch in nächster Zeit für Preisdruck sorgen sollte. Kurkuma, Salem Double Polished bewegt sich auf einem Preisniveau von 1.080-1.117 EUR/mt FOB.

Kreuzkümmel

Indien hat letztes Jahr deutlich mehr Kardamom verschifft. Demnach wurden zwischen April und Dezember 2016 ganze 91.552 mt exportiert. Im Vorjahreszeitraum waren es dagegen gerade mal 65.734 mt. Da Indien der unbestrittene Hauptlieferant im Weltmarkt ist, rechnen Experten auch in diesem Jahr mit einer starken Exportnachfrage. Da in den nächsten Tagen mit einem verstärkten Kaufinteresse für die neue Ernte gerechnet wird, sollten die Preise erstmal weiter steigen. Mit allzu großen Preissprüngen ist aufgrund der neuen Ernte, die größtenteils im April verfügbar sein wird, nicht zu rechnen. Kreuzkümmel, Grade A 99% notiert bei 2.349-2.381 EUR/mt FOB.

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