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Knoblauch: Preise in China ziehen an

10. August 2026 um 16:29 , Der AUDITOR
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WASHINGTON, D.C./PEKING. Der Markt für getrockneten Knoblauch zeigt sich in den USA fest. In China ziehen die Preise für frischen Knoblauch und Knoblauchflocken nach einer stärkeren Nachfrage zuletzt ebenfalls an. Die EU-Importe sind stark rückläufig.

Ernte und Trocknung in den USA laufen planmäßig

Bei ofi hat die Knoblauchernte 2026 in den USA begonnen und entwickelt sich bislang planmäßig, wie die Marktexperten in ihrem jüngsten Bericht angeben. Die Trocknung hat Anfang Juli begonnen. Die warmen und trockenen Bedingungen im späten Winter in Kalifornien hatten bisher nur geringe Auswirkungen auf die Ernte. Die Nachfrage nach granuliertem, gehacktem, geschnittenem, BI-kontrolliertem und geröstetem Knoblauch war in den vergangenen zwölf Monaten anhaltend stark. Im Übergang zur neuen Ernte sind die Bestände jedoch sehr begrenzt. Bei den Kosten könnten sich insbesondere Düngemittel, Energie und Kraftstoff auswirken. Insgesamt wird erwartet, dass sich die Kosten im Rahmen der Inflation entwickeln. Für bestimmte knappe Produkte sowie geröstete und BI-kontrollierte Ware werden weiterhin höhere Preise erwartet. Zudem steigen die Kosten für die Bestrahlung der getrockneten Knoblauchprodukte zur mikrobiologischen bzw. hygienischen Kontrolle um geschätzte 8%.

Geringe Bestände an Knoblauchflocken

In China lagen die verfügbaren Bestände an frischem Knoblauch in den Kühlhäusern im Mai deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach Abschluss der Ernte fielen die Erträge besser aus als erwartet, wodurch die Gesamtproduktion auf einem hohen Niveau bleibt, so ofi. Gleichzeitig sind die Bestände an Knoblauchflocken aus der alten Ernte mit rund 200.000 mt auf den niedrigsten Stand der vergangenen sechs Jahre gesunken. In den vergangenen ein bis zwei Wochen haben die Preise für frischen Knoblauch und Knoblauchflocken angezogen. Eine stärkere Nachfrage auf niedrigeren Preisniveaus sowie das zurückhaltende Verkaufsinteresse von Spekulanten mit teurer eingekaufter Ware stützen den Markt. Exporteure und Verarbeiter bauen ihre Bestände weiter auf, während auch internationale Käufer Interesse an längerfristigen Verträgen zeigen.

EU-Importe massiv gesunken

Die EU-Knoblauchimporte haben im Zeitraum 01.01.-26.07.2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 36% abgenommen. China bleibt der wichtigste Lieferant, musste allerdings einen Rückgang von mehr als 45% auf 40.153 mt einstecken, und auch Ägypten auf Platz 2 lieferte gut 28% weniger Knoblauch in die EU als noch im Vorjahreszeitraum. Argentinien und Chile konnten ihre Lieferungen in EU-Länder dagegen um jeweils 22,3 bzw. 121,6% steigern. Insgesamt führte die EU im genannten Zeitraum 70.755 mt frischen oder gekühlten Knoblauch ein.

Wichtigster Abnehmer bleiben die Niederlande, die mit 35.050 mt allerdings satte 42,1% weniger importierten als im Vorjahr, gefolgt von Spanien (-15,4% auf 13.080 mt) und Slowenien (-21,4% auf 7.720 mt). Der durchschnittliche Importpreis lag bisher bei 1,46 EUR/kg, das sind mehr als 20% weniger als die 1,83 EUR/kg, die letztes Jahr gezahlt wurden. Dadurch sank der gesamte Importwert um 49% auf gut 103 Mio. EUR.

EU-Import Knoblauch in mt

Partner

2025

2026

Diff.

China

73.362

40.153

-45,3%

Ägypten

19.281

13.846

-28,2%

Argentinien

10.324

12.628

22,3%

Chile

694

1.538

121,6%

Albanien

1.177

1.054

-10,5%

Andere

5.796

1.536

-73,5%

Gesamt

110.634

70.755

-36,0%

Quelle: DG AGRI TAXUD Customs Surveillance System, 01.01.-26.07.

07032000 Knoblauch, frisch oder gekühlt

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