Indien: Der Reis ist heiß
30. März 2017 um 15:36 ,
Der AUDITOR
Dazu gehört, diese Sorten zu bestimmen und das Entsprechende Saatgut an die Bauern zu verteilen, damit sie wieder großflächig kultiviert werden können.
Neben einem neuen Sesam-Tender aus Korea war es im indischen Markt in dieser Woche sehr ruhig. Zum 31.03.2017 endet in Indien das aktuelle Geschäftsjahr, weshalb sich viele Lieferanten für ein paar Tage aus dem Handel zurückgezogen haben.
Kreuzkümmel
Marktteilnehmer rechnen in den kommenden Monaten mit steigender Exportnachfrage. Bereits in dieser Saison soll das Exportvolumen das Vorjahresniveau deutlich übertreffen. Rund 120.000 mt Kreuzkümmel sind Schätzungen zufolge in dieser Saison ins Ausland verkauft worden, bereits in den ersten sechs Monaten hatten die Exporte mit 93.714 mt fast den Gesamtwert 2015/16 erreicht. Die gute Nachfragesituation lässt die Preise steigen, aktuell wird indischer Kreuzkümmel für 2.558 EUR/mt FOB angeboten.
Koriander
Kurzfristige Deckungskäufe ließen die Korianderpreise zu Beginn der Woche auf 1.057 EUR/mt FOB steigen. In den letzten Tagen blieb es im Markt allerdings ruhig. Ein höheres Preisniveau macht den Anbau und den Verkauf für Bauern und Händler attraktiver, was eine bessere Verfügbarkeit zur Folge hätte.
Kurkuma
Nach einer Nachfrageflaute steigt das Kaufinteresse für Kurkuma wieder. Mit der Qualität der neuerntigen Ware sind die Marktteilnehmer zufrieden. Die Preise halten das Niveau der Vorwoche, Abnehmer hoffen aber auf einen fallenden Trend, sobald der Höhepunkt der Erntesaison erreicht wurde.
Chilis
In den kommenden Wochen rechnen Marktteilnehmer mit steigendem Kaufinteresse aus dem In- und Ausland. Die Saison 2016/17 soll 1,6 Mio. mt Chilis einbringen, im Vorjahr waren es lediglich 1,4 Mio. mt. Die wichtigsten Anbaugebiete sind Andhra Pradesh mit 860.000 mt und Telangana mit 360.000 mt. Das derzeitige Preislevel bewegt sich bei 1.335 EUR/mt FOB.
Kardamom
Die Kardamompreise legten in dieser Woche auf 22.433 EUR/mt FOB zu. Niederschläge sollen die Anbauflächen in Idukki beleben. Ab Juni wird die neue Ernte im Markt erwartet, bis dahin ist nicht mit nennenswerten Lieferungen aus den Anbauregionen zu rechnen.
Schwarzer Pfeffer
Der Markt bekommt den Verkaufsdruck aus Karnataka zu spüren, wo die Pfefferernte gut vorangeht. Gleich aus mehreren Regionen Karnatakas fließt neuerntige Ware in den Markt. Einige Händler haben ihre Bestände aufgrund ausbleibender Steuerrückerstattungen aufgelöst, was die Verfügbarkeit zusätzlich verbesserte. Schwarzer Pfeffer fiel diese Woche auf ein Niveau von 9.640 EUR/mt.