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Indien: Panik im Gewürzmarkt

26. Mai 2017 um 11:07 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Den Händlern stehen die Schweißperlen auf die Stirn geschrieben. In vielen Bereichen herrscht eine regelrechte Nachfrageflaute.

Kreuzkümmel

Die ausbleibende Nachfrage hat die Preise für Kreuzkümmel weiter nach unten getrieben. Die Bauern haben inzwischen keine Lust mehr ihre Ware zu verkaufen und bleiben derzeit lieber auf ihren Vorräten sitzen. Indische Händler sind inzwischen so verzweifelt, dass sie sich von den geopolitischen Spannungen in Syrien und der Türkei eine Belebung des Geschäfts erhoffen. Kreuzkümmel, Grade A 99% notierte diese Woche auf einem Niveau von 2.522-2.536 EUR/mt FOB.

Koriander

Im Koriander-Markt ist die pure Panik ausgebrochen. Die Preise befinden sich am Boden und es gibt keine Aussicht auf Erholung. Da die Verarbeiter derzeit nicht gewillt sind ihre Lagerbestände aufzufüllen wird die Nachfrage, zumindest in naher Zukunft, nicht anziehen. Die Preise für Koriander, Eagle Split variierten diese Woche zwischen 829 EUR/mt und 788 EUR/mt FOB.

Kurkuma

Markteilnehmer befürchten, dass die Bauern andere Produkte bevorzugt anbauen werden. Die Preise sind einfach zu niedrig und haben diese Woche einen wahren Sinkflug hingelegt. Zudem schwächelt die Nachfrage. Kurzfristig werden die niedrigen Preise wohl Zukäufe begünstigen. Dagegen sind die Aussichten für den diesjährigen Monsun durchaus in Sachen Produktivität vielversprechend. Kurkuma, Salem, Double Polished kostet aktuell 964 EUR/mt FOB.

Schwarzer Pfeffer

Obwohl die Nachfrage stark zu wünschen übriglässt und verstärkt schwarzer Pfeffer aus Vietnam und Sri Lanka importiert wurde, sind die Preise diese Woche massiv angestiegen. Die Bauern haben inzwischen die Schulgebühren für ihre Kinder bezahlt und sind nun nicht mehr gezwungen ihre Ware zu verkaufen. Allerding müssen im Juni Immatrikulationsgebühren beglichen werden, was zu einer erneuten Verkaufswelle führen kann. Schwarzer Pfeffer notierte diese Woche bei 8.688-8.866 EUR/mt FOB.

Chilis

Die Preise für Chile tendierten im Wochenverlauf nach unten. Da die diesjährige Ernte enorm groß ausgefallen ist, sind die Preise für roten Chili enorm unter Druck geraten. Zudem ist die Nachfrage im Inland derzeit eher Mau und der Wechselkurs macht den Exporteuren zu schaffen. Chili, S4, ohne Stiel kostet derzeit 1.140 EUR/mt FOB.

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