Indien: Minister schäumt vor Wut
25. November 2016 um 10:46 ,
Der AUDITOR
Er schimpft auf die Medien. Seiner Meinung nach haben sie einseitig Partei für die Bauern ergriffen und die Aussaat sei überhaupt nicht vom Einzug der Banknoten betroffen. Tatsächlich hat die Regierung ganze 86% des Bargeldes aus dem Verkehr gezogen und die Bauern vor erhebliche Probleme gestellt. Der Handel ist größtenteils zum Erliegen gekommen und die Preise haben diese Woche massiv angezogen.
Kreuzkümmel
Die hohe Nachfrage und Erwartungen über eine langsam verlaufende Aussaat, aufgrund der Bargeldkrise, haben die Preise für Kreuzkümmel auch in dieser Woche wieder in die Höhe getrieben. Die Marktteilnehmer sind skeptisch, dass die Erhöhung des Auszahlungslimits von 20.000 auf 50.00 Rupien den Bauern wirklich hilft. Daher ist mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Zudem wird in Syrien und der Türkei derzeit weniger Kreuzkümmel produziert, was die Nachfrage für indischen Kreuzkümmel weiter befeuert. Das aktuelle Preisniveau für Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit liegt bei 2.705-2.781 EUR/mt FOB.
Koriander
Da die Nachfrage angezogen hat und enorme Verzögerungen bei der Aussaat, vor allem in der Hauptanbauregion Rajasthan zu erwarten sind, haben die Preise diese Woche ordentlich zugelegt. Koriander, Eagfle Split 5% notiert diese Woche bei 1.205-1.262 EUR/mt FOB.
Kurkuma
Auch bei Kurkuma ist vorerst mit weiter steigenden Preisen zu rechnen. Der Grund: Es ist einfach zu wenige Neuware im Markt verfügbar. Derzeit liegt das Preisniveau für Kurkuma, Salem Double Polished bei 1.369-1.454 EUR/mt FOB.
Chili
Die Preise für Chili sind diese Woche vergleichsweise stabil geblieben. Momentan lässt die Nachfrage zu wünschen übrig. Die Ernte mag zwar gerade erst angelaufen sein. Doch rechnen Experten mit einer viel besseren Qualität als letztes Jahr. Die neue Ernte wird hauptsächlich im Januar verfügbar sein und voraussichtlich für erhebliche Preisrückgänge sorgen.
Kardamom
Aus Angst vor verzögerten Zahlungseingängen wollen die Bauern ihre Ware derzeit nicht wirklich verkaufen. Zudem halten sich die Käufer zurück. Sie befürchten nicht genug Bargeld zur Verfügung zu haben. Obwohl der Handel diese Woche, aus diesen Gründen, größtenteils zum Erliegen gekommen ist, gibt es Anzeichen, dass die Krise bald überstanden ist. Demnach trifft nun verstärkt neue Ware aus den Anbauregionen ein. Ein sicheres Zeichen, dafür das sich der Markt bald erholen wird.
Senfsaat
Die geringe Nachfrage und das kleine Angebot haben, diese Woche, für geringe Handelsaktivitäten gesorgt. Offiziellen Quellen zufolge verläuft die Aussaat höchst zufriedenstellend. Demnach hat die Aussaat seit letzter Woche um knapp 20% auf 5,08 Mio. ha zugelegt.
Die aktuellen Preise befinden sich im Anhang.