Kostenfrei

Indien: Mehrwertsteuer-Reform sorgt für Verunsicherung

23. Juni 2017 um 07:55 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

GUJARAT. Zum 01. Juli 2017 wird im indischen Markt die Mehrwertsteuer reformiert. Das verunsichert auch den Agrarmarkt und viele Händler ziehen es vor, die neue Situation zu beobachten, bis sich die neuen Regelungen eingeprägt und die Umsatzsteuersätze angepasst haben.

Auf die Exporte haben die Neuerungen zwar keinen Einfluss, dennoch gibt es Exporteure, die sich vorerst aus dem Markt zurückgezogen haben. Cashewkerne und Sultaninen beispielsweise haben nur noch einen Mehrwertsteuersatz von 5%, bisher wurden Trockenfrüchte und Nüsse mit 12% besteuert.   

Kreuzkümmel
Die Kreuzkümmelvorräte neigen sich dem Ende, dennoch bleiben die Preise stabil. Aufgrund des hohen Preisniveaus rechnen Händler mir wenig Kaufinteresse. Fraglich ist, ob Indien die Nachfrage bedienen kann. Abnehmer werden sich früher oder später nach Alternativen umschauen. Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit liegt diese Woche auf einem Level von 2.540 EUR/mt FOB.

Koriander
In Russland und der Ukraine hat der indische Koriandermarkt starke Konkurrenten gefunden. Auch in dieser Woche haben die Priese noch einmal zugelegt. Händler hoffen trotzdem, dass die Nachfrage aus dem In- und Ausland wieder anzieht, noch halten sich Abnehmer aufgrund des hohen Preisniveaus zurück. Die Angebote für Koriander, Eagle, 5% Split liegen derzeit bei 850 EUR/mt FOB.

Kurkuma
Steigende Nachfrage für Kurkuma im internationalen Markt ließ das Exportvolumen auf 116.500 mt wachsen. Aktuell ist es dagegen sehr ruhig, die Preise bleiben auf dem Niveau der Vorwoche von 969 EUR/mt FOB. Aufgrund der verhältnismäßig niedrigen Preise wollen einige Bauern in diesem Jahr weniger Kurkuma anbauen. Sollte sich das Kaufinteresse aus In- und Ausland zeitnah wieder bessern, könnte das allerdings anders aussehen.

Chilis
Gute Verfügbarkeit und fehlende Nachfrage aus dem einmischen Markt sorgt weiterhin für stabile Preise im indischen Chilimarkt. Ausländische Abnehmer zeigen verstärktes Interesse, weshalb die Exporte gestiegen sind. Die Aussicht auf eine weitere sehr gute Chiliernte bietet ebenfalls keine Grundlage für fallende Preise. Chilis, S4, stiellos werden aktuell für 1.149 EUR/mt FOB angeboten.

Kardamom
Fehlende Handelsaktivität und zögerliches Kaufinteresse sorgten im indischen Kardamommarkt für einen Preiseinbruch. Die Angebote für Kardamom. 8 mm rutschten diese Woche auf 21.154 EUR/mt FOB.

Schwarzer Pfeffer
Die Preise für indischen Pfeffer, 500 GL werden wie in der letzten Woche für 9.558 EUR/mt FOB angeboten – sind damit aber noch deutlich teurer als vietnamesische Ware. Tatsächlich sollen vietnamesische Pfefferlieferanten ihre Preise nach dem letzten Anstieg wieder von 4.040 EUR/mt auf 3.590 EUR/mt reduziert haben. Gut nachvollziehbar also, dass die Pfefferexporte aus Indien in dieser Saison um 37% zurückgegangen sind.

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preise Gewürze und Co. aus Indien

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Gewürze
15.05.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.
Gewürze
08.05.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.
Gewürze
30.04.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.
Gewürze
23.04.2026
GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Chilischoten, Kardamom, Pfeffer und Bockshornklee sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.