Indien: Importstopp wegen Insektenbefall
3. März 2017 um 08:23 ,
Der AUDITOR
Betroffen sind unter anderem Erdnüsse und Kakaobohnen aus Indien. Ware, die bereits importiert wurde, steht unter strenger Beobachtung.
Kreuzkümmel
Händler haben bereits die ersten kleinen Mengen Kreuzkümmel aus der neuen Ernte gekauft, warten allerdings auf weitere Preisrückgänge, bevor sie sich mit größeren Beständen eindecken. Indische Marktteilnehmer schätzen die Kreuzkümmelexporte der kommenden Saison auf 120.000 mt. Seit letzter Woche sind die Preise um 135 EUR/mt gesunken und liegen aktuell bei 2.415 EUR/mt FOB.
Koriander
Auch im Koriandermarkt decken sich die Händler nun längerfristig mit Ware ein. Aufgrund des fallenden Preistrends der letzten Wochen zögerten viele ihre Käufe noch hinaus, bis sich die Preise stabilisiert hatten. Die Korianderpreise beendeten diese Woche auf einem Niveau von 880 EUR/mt FOB, der Tiefstwert lag allerdings bei 860 EUR/mt.
Kurkuma
Zunehmend fließt Kurkuma aus der neuen Ernte in die Märkte, die Preise reagieren entsprechend und knicken ein. Allerdings ist nur geringe Handelsaktivität zu verzeichnen. Während die Käufer auf günstiger Preise hoffen, wind die wenigsten Händler bereit, auf dem aktuell bereits niedrigeren Niveau zu verkaufen. Die Exportnachfrage hält sich derzeit noch in Grenzen, dass sollte sich den kommenden Wochen aber ändern.
Chilis
Schätzungen zufolge soll die Produktion getrockneter Chilis in diesem Jahr um 15-20% ansteigen, was zu kleineren Preisreduktionen führt. Trotz der besseren Verfügbarkeit rechnen Marktteilnehmer aber nicht mit einem dauerhaften Abwärtstrend, tatsächlich sind sie der Ansicht, dass die Preise sogar stiegen könnten. Begründet wird die Prognose mit der guten Nachfrage aus Ländern wie Vietnam, Thailand und Malaysia.
Kardamom
Einheimische Abnehmer haben ihre Kardamomeinkäufe vorrübergehend gestoppt, da sie mit fallenden Preisen rechnen, sobald die neue Ernte in großen Mengen in den Markt kommen. In Kerala, dem mit Abstand wichtigsten Produktionsstaat für indischen Kardamom, soll sich die Ernte im Vergleich zum Vorjahr allerdings halbiert haben. Die Produktion wird auf nicht einmal 15.000 mt geschätzt, offiziellen Berichten zufolge sollen 30.353 ha Anbaufläche durch die Trockenheit beschädigt worden sein. Aktuell liegen die Preise für Kardamom, 8 mm bei 21.505 EUR/mt FOB.