Indien: Höhere Importzölle zum Schutz des Marktes
26. Januar 2017 um 15:06 ,
Der AUDITOR
In den kommenden Tagen wird hier mit starken Niederschlägen gerechnet, welche schlechtesten Falls die Ernten schädigen könnten. Das würde früher oder später in steigenden Preisen resultieren.
Indische Händler haben bisher 2,4 Mio. mt Weizen importiert und weitere 1,2 Mio. mt sollen in den nächsten Monaten folgen. Mit einer Anhebung des Importzolls für Weizen, beginnend im April 2017, sollen die Importe aus Ländern wie Australien, Frankreich und der Ukraine gedrosselt werden, um den einheimischen Markt zu unterstützen.
Kreuzkümmel
Erhöhte Nachfrage aus China sorgt für steigende Preise im indischen Kreuzkümmelmarkt. Hinzu kommen die kleineren Anbauflächen in Gujarat, dort haben die Bauern für die aktuelle Ernte lediglich 278.700 ha bestellt – im Vorjahr waren es noch 292.400 ha. Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit wird derzeit für 2.627 EUR/mt FOB angeboten.
Koriander
An Ecken und Enden zieht der Markt die Korianderpreise in verschiedene Richtungen. Die Nachfrage ist schwach bis stabil, während gegenüber dem Vorjahr größere Vorräte in den Anbaugebieten zur Verfügung stehen. In dieser Woche legten die Preise allerdings insgesamt auf 1.048 EUR/mt FOB zu. Die Kältewelle in Rajasthan und Madhya Pradesh könnte die Ernte schädigen.
Kurkuma
Gute Nachfrage aus dem einheimischen Markt und von Seiten den Händler hält die Kurkumapreise in Bewegung. Der Preisanstieg wird durch das Eintreffen der neuerntigen Ware ausgebremst, weshalb das Preisniveau aktuell bei 1.216 EUR/mt FOB liegt.
Chilis
Günstige Wetterbedingungen sorgen dafür, dass sich die Chiliernte gut entwickelt. Die Ernte hat bereits begonnen, der Großteil der getrockneten Chilis erreicht den Markt dann zwischen Mitte Februar und Mitte April. Während die Preise für Chilis, S4, stiellos um 93 Euro auf 1.518 EUR/mt FOB gesunken sind, hielten Teja-Chilis ihr Niveau. Grund sind die geringen Überhänge und die gute Nachfrage aus Ländern wie Malaysia, Indonesien, Sri Lanka und China.
Kardamom
Die langwierige Trockenphase machte den Kardamompflanzen zu schaffen. Die Ernte ist fast abgeschlossen, weshalb keine überraschend großen Mengen neuer Ware mehr im Markt zu erwarten sind. Aufgrund der höheren Preise ist Kardamom weniger interessant für die Käufer, was zeitweise zu Preisrückgängen führen kann. Aktuell liegt das Niveau bei 19.515 EUR/mt FOB.