Indien: Erste Hilfe am Markt
18. November 2016 um 10:45 ,
Der AUDITOR
Letzte Woche hat die Regierung die 500 und 1.000 Rupien-Scheine aus dem Verkehr gezogen und ein Auszahlungslimit von 20.000 Rupien verhängt. Problem ist allerdings, dass dadurch der Markt mehr oder weniger paralysiert wurde. Um die neu Ernte nicht zu gefährden, weil die Bauern nicht genug Bargeld haben Löhne und Rechnungen zu bezahlen hat die Regierung nun einige Maßnahmen gelockert. Demnach dürfen die Bauern und registrierte Händler nun 50.000 Rupien pro Woche ausgezahlt bekommen und die Bauern haben einen Zahlungsaufschub für ihre Versicherungen bekommen.
Kurkuma
Die Händler versuchen die Bauern mit Schecks oder den inzwischen verbotenen Banknoten zu bezahlen, doch die Bauern blocken ab. Si e verlangen gültiges Bargeld. Händler, die dringend Ware benötigen sind daher gezwungen Bargeld einzutauschen. Der Handel ist fast zum Erliegen gekommen. Die Aussichten für die kommende Ernte sind so gut, dass sie in nächster Zeit ordentlich Druck auf die Preise ausüben dürften.
Kardamom
Obwohl diese Woche verhältnismäßig wenig Handel stattgefunden hat, sind die Preise für Kardamom, aufgrund der geringen Warenverfügbarkeit und der stabilen Nachfrage, gestiegen. Zudem werden die Sorgen über eine eventuell kleiner ausfallende Ernte die Preise voraussichtlich weiter in die Höhe treiben. Das aktuelle Preisniveau für Kardamom, 8 mm liegt bei 17.769-17,862 EUR/mt FOB.
Schwarzer Pfeffer
Berichten zufolge hat Vietnam die Pfefferpreise gesenkt um den Exportmarkt zu beflügeln. Die Produktion wird dort voraussichtlich auf mehr als 200.000 mt ansteigen. Daher sollten auch die Preise in Indien unter Druck geraten.
Senfsaat
Die Preise für Senfsaat sind diese Woche leicht gefallen. Die Aussaatfläche hat dieses Jahr um stolze 57% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, was Preisrückgänge mit sich ziehen sollte. Allerdings ist auch die Nachfrage seitens der Industrie in die Höhe geschossen. Analysten rechnen daher vorerst mit einem seitwärtsgehend bis steigenden Trend. Zudem wird im Winter mehr Senföl benötigt, was die Preise in nächster Zeit steigen lassen sollte. Senfsaat, klein, maschinengereinigt notiert aktuell bei 679-688 EUR/mt FOB.
Chili
Da die Nachfrage derzeit stark zu wünschen übrig lässt sind die Preise diese Woche stabil geblieben. Die Käufer warten derzeit ab bis sich die Qualität der neuen Ernte verbessert und die Preise fallen. Ihr Problem. Der rote Chili ist noch zu nass um längere Zeit kühl gelagert zu werden. Die Qualität und das Angebot an neuerntiger Ware soll sich erst gegen Ende des Monats verbessern. Das gute Wetter hat dieses Jahr eine größere Ernte begünstigt.
Die aktuellen Preise befinden sich im Anhang.