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Indien: Gravierende Trockenschäden in Süd-Indien

5. Mai 2017 um 13:42 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Pflanzen wie Sesam wollen es gar nicht so nass und kommen mit Trockenheit gut zurecht, das gilt aber bei weitem nicht für alle.

Bauern in Süd-Indien fürchten massive Verluste durch Wassermangel aufgrund kleinerer Anbauflächen und geringerer Erträge. Die indische Regierung hat bereits begonnen, dem mit unterstützenden Maßnahmen gegenzusteuern. Markteilnehmer gehen allerdings davon aus, dass es für eine vollständige Regeneration bereits zu spät ist.

Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten: Wie die Solvent Extractors' Association of India (SEA) berichtet, wurden für die Sommerernte 2016/17 insgesamt 9,19 Mio. ha mit Ölsaaten bestellt, rund 6,7% mehr als letztes Jahr (8,58 Mio. ha).

Kreuzkümmel
Die Bauern stehen unter hohem Verkaufsdruck. Käufer zeigten sich aufgrund des Vergleichsweise hohen Preisniveaus verhalten, woraufhin die Preise in dieser Woche nachgaben. Markteilnehmer hoffen auf steigende Exportnachfrage, gleichzeitig soll sich die Verfügbarkeit in den Spotmärkten verbessern. Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit liegt aktuell bei 2.702 EUR/mt FOB.

Koriander
Mit 360.000 mt soll die Korianderproduktion 2016/17 deutlich kleiner ausgefallen sein als im Vorjahr (400.000 mt). Vor einem Preisrückgang schützte die kleinere Ernte trotzdem nicht, dafür waren der Überhang aus dem Vorjahr zu groß. Gleichzeit ließ auch das Kaufinteresse aus dem Ausland nach. Koriander, Eagle, 5% Split verlor diese Woche auf 907 EUR/mt FOB.

Kurkuma
Günstigere Kurkumapreise sollen in den kommenden Wochen für einen Nachfrageanstieg sorgen. Aktuell übersteigt die Verfügbarkeit das Kaufinteresse, der Abwärtstrend hält vorerst an. Mit 957 EUR/mt FOB liegen die Angebote für Kurkuma, Finger, Salem, Double Polished etwas unter dem Niveau der Vorwoche.

Chili
Das hohe Preisniveau der Vorsaison spornte die Bauern in Andhra Pradesh, Telangana und Karnataka, den drei größten Chili-Anbauregionen Indiens, dazu an, ihre Anbauflächen zu erweitern. Da auch der Hektarertrag nicht enttäuschte, wurden sie mit einer üppigen Ernte belohnt. Insgesamt sollen in Indien 1,8-2,0 Mio. mt Chilis produziert werden, ein Anstieg um 40% gegenüber dem Vorjahr. Käufer warten auf fallende Preise und halten sich im Hintergrund, ein Preisrückgang auf 1.264 EUR/mt FOB war die Folge. 

Kardamom
Geringere Verfügbarkeit soll die Preise für indischen Kardamom in den nächsten Wochen steigen lassen, noch halten sie das Niveau von 22.914 EUR/mt FOB. Händler und Exporteure sind bereits dabei, alles aufzukaufen, was im Markt verfügbar ist.

Schwarzer Pfeffer
Abnehmer, die auf fallende Preise gehofft hatten, werden sich voraussichtlich vor dem Eintreffen des Südwest-Monsuns eindecken. Steigende Preise wären die Folge. Unterstützung erhält der indische Pfeffermarkt durch Lieferungen aus Vietnam. Aktuell liegen die Preise für indischen Pfeffer noch stabil bei 8.926 EUR/mt FOB. 

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Preise Gewürze und Co. aus Indien

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