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Haselnüsse: Steht der Markt vor einem Zusammenbruch?

30. Januar 2017 um 14:11 , Der AUDITOR
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ORDU. Der Haselnussmarkt konnte die Erwartungen der Marktteilnehmer erfüllen, auch wenn die Umstände, die dazu führten, so nicht vorherzusehen waren.

Seit Saisonbeginn haben die Preise für türkische Haselnüsse spürbar nachgegeben, dafür gesorgt hat allerdings in erster Linie der Einbruch der Türkischen Lira. Einheimische Käufer sind daher mit vergleichsweise hohen Rohwarenpreisen konfrontiert, während sich Abnehmer aus dem Euroraum auch in dieser Woche wieder über günstige Preise freuen dürfen.   

Türkische Haselnusskerne

Produkt 

EUR/kg

Natur, 11-13 mm 

6,59

Gehackt, 2-4 mm 

6,90

Grieß, 0-2 mm 

6,60

Haselnusspaste

6,20

DDP Deutschland

 
Überhänge trotz schwacher Ernte
Durchschnittlich waren bis zu diesem Zeitpunkt in der Saison etwa 54% der Gesamtexporte bereits erfolgt. Wendet man diese Erfahrung auf die Saison 2016/17 an, sollte die Ausfuhr bei insgesamt 211.000 mt liegen. So könnten üppige Überhänge und rückläufige Verkaufszahlen im einheimischen Markt trotz der relativ schlechten Ernte 2016 auch am Ende dieser Saison wieder für merkliche Überhangbestände sorgen. Die Qualität der letzten Ernte lässt etwas zu wünschen übrig und bezüglich der Menge scheiden sich noch immer die Geister. Je nach Quelle hört man Zahlen zwischen 410.000 und 490.000 mt Haselnüsse in der Schale.

Gute Voraussetzungen
Für die Ernte 2017 sind die Vorrausetzungen bisher bestens. Sollten die Haselnusssträucher bis Mitte April von Frostschäden verschont bleiben, ist mit einem Preiseinbruch zu rechnen. Der Wechselkurs wird in den kommenden Wochen und Monaten ebenfalls ein entscheidender Faktor bei der Preisfindung sein. Marktteilnehmer rechnen auch in nächster Zeit mit stabilen bis leicht fallenden Preisen.

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Dateisymbol
Preischart Haselnusskerne, natur, 11-13

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