Kokosraspel: Exportmarkt zeigt sich stabil

19. August 2026 um 15:31 , Der AUDITOR
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MANILA. Der Kokosmarkt bleibt unter Druck: Während die Exportnotierungen für Kokosraspel stabil sind, geben die Preise für Kokosöl und philippinische Kopra weiter nach. Gleichzeitig erhöht die zunehmende Wahrscheinlichkeit eines starken El Niño das Risiko für die Kokosversorgung im Jahr 2027.

Exportnotierungen stabil, Inlandsmarkt schwächer

Die internationalen Exportnotierungen für Kokosraspel für die USA, Europa und weitere Destinationen blieben die 26. Woche in Folge unverändert. Das Niveau lag damit unter dem Durchschnitt im Juli und rund 21% unter dem Vorjahreswert. Auf dem Inlandsmarkt in Manila setzte sich die Abschwächung fort; der Wochenmittelwert gab erneut nach, wie die Experten von T.M. Duché berichten. Die Exportspanne bleibt weiterhin sehr breit und sollte daher nicht als Marktpreis betrachtet werden. Gleichzeitig sind die Containerfrachtraten weiterhin hoch und belasten die Lieferkosten.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

EUR/mt

High fat, fine, Indonesien

2.500

High fat, medium, Vietnam

2.550

High fat, fine, Philippinen

2.750

Quelle: Handel; FCA EMP; Preisindikationen

Kokosöl und Kopra: Preise weiter unter Druck

Der internationale Kokosölmarkt setzte seinen Abwärtstrend fort und das Kaufinteresse blieb begrenzt. Laut einem Bericht der Philippine Coconut Authority (PCA) lagen die europäischen Kokosölnotierungen am 14. August nochmals niedriger, was die anhaltende Schwäche des Marktes bestätigt. Der Preisabstand zu Palmkernöl hat sich dabei deutlich verringert. Auf dem philippinischen Inlandsmarkt blieben die Preise für rohes und raffiniertes, gebleichtes und desodoriertes (RBD) Kokosöl überwiegend stabil bis leicht rückläufig.

Auch bei philippinischer Kopra setzte sich die Abwärtsbewegung fort. Sowohl der durchschnittliche Verarbeiterpreis als auch der durchschnittliche Erzeugerpreis gaben gegenüber der Vorwoche nach und lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Zwischen den Regionen bestehen weiterhin erhebliche Preisunterschiede.

El Niño erhöht Risiko für die Ernte 2027

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat ihre El-Niño-Prognose deutlich verstärkt. Für Herbst und Winter 2026/27 wird nun mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 90% ein sehr starkes El-Niño-Ereignis erwartet. Für Oktober bis Dezember liegt die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen eines historischen Stärkegrenzwerts bei 69%. El Niño erhöht auf den Philippinen generell das Risiko für unterdurchschnittliche Niederschläge, Trockenperioden und Dürren. Auswirkungen auf die Kokosproduktion dürften nicht unmittelbar eintreten; länger anhaltende Niederschlagsdefizite könnten jedoch Blüte, Nussentwicklung und spätere Kopragewichte beeinträchtigen. Die deutlichsten Folgen für die Versorgung werden daher laut T.M. Duché eher 2027 erwartet.

Die Containerfrachtraten zogen zuletzt leicht an und verzeichneten damit den zweiten Wochenanstieg in Folge. Ausschlaggebend waren vor allem die Transpazifik-Routen. Für Europa blieben die Frachtraten dagegen vergleichsweise stabil. Dennoch liegen die Transportkosten weiterhin auf einem hohen Niveau und beeinflussen die Gesamtkosten für Kokosprodukte deutlich.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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