Macadamias: Globale Produktion im Aufwind
19. August 2026 um 11:27 ,
Der AUDITOR
China erwartet große Ernte
Die Macadamia-Ernte 2026 in China schätzt der International Nut and Dried Fruit Council (INC) auf 108.000 mt in der Schale bei 3,5% Feuchtigkeit. Verbesserungen im Anbau- und Qualitätsmanagement sowie finanzielle und technische Unterstützung durch die lokalen Regierungen haben zu höheren Erträgen und einer besseren Qualität beigetragen. China bleibt dennoch ein wichtiger Importeur. Die Aufhebung der Einfuhrzölle auf afrikanische Macadamias dürfte den Wettbewerb zwischen Erzeugern und Verarbeitern hinsichtlich Qualität und Produktionseffizienz erhöhen.
Südafrika setzt verstärkt auf Ausbau der Verarbeitung
Für Südafrika wird die Ernte 2026 auf 95.000 mt prognostiziert und setzt damit den langfristigen Wachstumstrend fort, da neue Plantagen Nüsse tragen. Um die steigende Produktion zu bewältigen, investiert die Branche weiterhin in die Verarbeitungsinfrastruktur. Dazu gehören der Ausbau der Verarbeitungskapazitäten für das Öffnen und Schälen der Nüsse sowie zusätzliches Kontingent für geröstete Produkte und die Pastenherstellung sowie für Lebensmittelsicherheitssysteme. Diese Maßnahmen sollen Produktinnovationen fördern und die Verwendung von Macadamias als Zutat ausweiten. Der Preis für südafrikanische Macadamias, Style 1 der 2025er Ernte liegt aktuell bei etwa 12,50 EUR/kg FCA NL.
Für Kenia wurde für 2026 ein Anstieg der Ernte um rund 5% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert, die Ernte läge damit bei 54.500 mt. Trotz schwieriger Wetterbedingungen, darunter starke Regenfälle während der Ernte, wird das Produktionswachstum durch die zunehmende Reife der Plantagen unterstützt. Der INC führt Kenia damit ebenfalls unter den Ländern mit weiter steigender Macadamia-Produktion.
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Macadamias, Kenia |
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Sorte, Ernte 2025 |
EUR/kg |
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Style 2 |
12,00 |
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Style 4L |
7,50 |
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Style 5 |
6,50 |
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Style 6 |
6,00 |
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FCA NL; Preisindikationen |
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Australiens Ernte über Vorjahresniveau
Nach Angaben der Australian Macadamia Society wurde die Prognose für die Ernte 2026 auf 56.888 mt in der Schale bei 3,5% Feuchtigkeit beziehungsweise 61.000 mt bei 10% Feuchtigkeit nach unten korrigiert. Die Ernte soll dennoch über dem Niveau von 2025 liegen. In Bundaberg war die Ernte zum Berichtszeitpunkt des INC zu 90-95% abgeschlossen. Überschwemmungen hatten die Ernte in Teilen von New South Wales und im Südosten von Queensland verzögert. In Bundaberg ermöglichten die Bedingungen dagegen eine frühere Ernte und lieferten Nüsse von guter Qualität.
Globale Produktion steigt
Insgesamt schätzt der INC die diesjährige globale Produktion auf 391.738 mt Macadamias in der Schale, was einem Anstieg von 14% gegenüber dem Vorjahr entspräche. China und Südafrika bleiben die größten Produzenten, gefolgt von Australian und Kenia. Weitere Anbauländer wie Guatemala oder auch Brasilien können ihre Erntevolumen zwar deutlich erhöhen, mit den Spitzenreitern jedoch nicht mithalten.
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Produktion Macadamias in der Schale, in mt |
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Land |
2025 |
2026 |
Diff. |
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China |
98.000 |
108.000 |
10,2% |
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Südafrika |
81.660 |
95.000 |
16,3% |
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Australien |
43.800 |
56.888 |
29,9% |
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Kenia |
51.850 |
54.500 |
5,1% |
|
USA |
15.500 |
16.600 |
7,1% |
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Guatemala |
11.000 |
13.000 |
18,2% |
|
Malawi |
10.000 |
11.000 |
10,0% |
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Vietnam |
8.000 |
9.000 |
12,5% |
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Brasilien |
4.500 |
6.500 |
44,4% |
|
Kolumbien |
1.150 |
1.250 |
8,7% |
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Andere |
18.200 |
20.000 |
9,9% |
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Gesamt |
343.660 |
391.738 |
14,0% |
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Quelle: INC, Juli 2026 |
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