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Paranüsse: Ernte fällt deutlich besser aus

18. August 2026 um 15:34 , Der AUDITOR
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SUCRE/REUS. Nach INC-Schätzungen dürfte die Paranussernte der Saison 2026/27 wieder deutlich besser ausfallen als im Vorjahr. Der Markt zeigt sich indes äußerst preissensibel.

Bessere Witterungsbedingungen

Die Ernte 2025 belief sich auf rund 19.400 mt geschälte Paranüsse und fiel damit aufgrund deutlicher Rückgänge, insbesondere in Bolivien und Peru, erheblich niedriger aus. Als Gründe für die schwache Ernte wurden Dürre und hohe Temperaturen im Amazonasgebiet genannt. Für die Ernte 2026 wird dagegen eine Erholung der Produktion in den wichtigsten Ursprungsländern erwartet, unterstützt durch bessere Bedingungen.

Wie beim Kongress des International Nut and Dried Fruit Council (INC) in Macao diskutiert wurde, waren die Preise nach der knappen Ernte 2025 zunächst außergewöhnlich hoch. Anschließend gaben sie deutlich nach, bevor sie sich stabilisierten und wieder anzogen. Bei weiterhin begrenzten verfügbaren Mengen setzte sich der Aufwärtsdruck auf die Preise im weiteren Saisonverlauf fort. Schwankungen bei der Verfügbarkeit spiegeln sich schnell in den Preisen wider. Aktuell liegt der Preis für Medium-Paranüsse aus Bolivien bei 13,50 EUR/kg FCA NL.

Paranusskerne, Bolivien

Größe

EUR/kg

Medium

13,50

Midget

12,75

Bruch

9,90

FCA NL; Preisindikationen

Verfügbarkeit beeinflusst Nachfrage und Handel

Je nach Ausmaß des Ernterückgangs reagiert der Markt unterschiedlich. Bei moderateren Rückgängen können steigende Preise die Nachfrage kaum beeinflussen, insbesondere wenn auch andere Nüsse teurer werden. Bei stärkeren Ernteausfällen schränken Einzelhändler dagegen die Verfügbarkeit ein, reduzieren Packungsgrößen oder nehmen Paranüsse aus bestimmten Produktkategorien wie zum Beispiel Nussmischung. In Jahren mit extremer Knappheit wie 2025 kommt es zunehmend zu einer breiteren Auslistung, da begrenzte Verfügbarkeit und hohe Preise zu einem deutlichen Nachfragerückgang führen.

Die Erfahrungen nach den Ernteausfällen 2017 und 2025 zeigen laut dem INC, dass Paranüsse widerstandsfähig sind. Zwar nahmen viele Einzelhändler Paranüsse während der Knappheit vorübergehend aus ihrem Sortiment, die Mehrheit führte sie nach einer Verbesserung der Versorgung jedoch wieder ein.

Chinas Kaufinteresse steigt

China zeigt ein zunehmendes Interesse an Paranüssen, insbesondere aufgrund des gestiegenen Bewusstseins für die gesundheitlichen Vorteile von Selen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage preissensibel. Als Möglichkeiten zur Ausweitung des Konsums werden unter anderem aromatisierte und schokoladenüberzogene Paranüsse genannt. Weitere Wachstumsmöglichkeiten werden bei jüngeren Verbrauchern und in Märkten mit bislang relativ niedrigem Konsum, insbesondere in Südostasien, gesehen.

Die globale Produktion wird für die Saison 2026/27 auf 105.300 mt Paranüsse in der Schale geschätzt. Damit würde sie gegenüber den 58.200 mt der Saison 2025/26 um 80,9% steigen. Den größten Anteil stellt weiterhin Bolivien mit voraussichtlich 80.100 mt nach 45.000 mt im Vorjahr, was einem Plus von 78,0% entspricht. Peru dürfte seine Produktion von 9.300 auf 16.500 mt steigern (+77,4%). In Brasilien wird mit einem besonders deutlichen Anstieg von 3.900 auf 8.700 mt gerechnet, das entspricht einem Plus von 123,1%.

Globale Paranussproduktion, in der Schale, in mt

Ursprung

2025/26

2026/27

Diff.

Bolivien

45.000

80.100

78,0%

Peru

9.300

16.500

77,4%

Brasilen

3.900

8.700

123,1%

Gesamt

58.200

105.300

80,9%

Quelle: INC, Juli 2026

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