Gewürze: Wettrüsten für die Zukunft
11. August 2017 um 09:46 ,
Der AUDITOR
Laut dem Spices Board of India hat das Land einen Anteil von 50% im internationalen Gewürzmarkt. In der Saison 2016/17 wurden 947.790 mt Gewürze aus Indien exportiert. Ganz 109 Gewürze sind ISO-zertifiziert. Doch der Konkurrenzdruck, vor allem aus Osteuropa, wächst. So hat die indische Regierung Qualitätsstandards für Gewürze und Kräuter durchgesetzt, die vom Kodex Alimentarius anerkannt werden. Allerdings sorgt der wachsende Preisdruck von anderen Ursprüngen bei einigen Exporteuren für Schweißperlen.
Kreuzkümmel
Die Nachfrage aus Bangladesch, Sri Lanka, den Mittleren Osten und China hat die Preise für Kreuzkümmel ordentlich nach oben getrieben. Zudem werden derzeit die Lager im Norden Indiens gefüllt um die Feiertagsnachfrage bedienen zu können. Im August bis Oktober gibt es vielle Feiertage, die dicht aufeinander folgen. Die Preise für Kreuzkümmel, 99% Reinheit sind diese Woche von 2.571 EUR/mt auf 2.580 EUR/mt FOB gestiegen.
Koriander
Indische Lieferanten blicken mit Sorge auf die Konkurrenz aus der Ukraine, Bulgarien und Russland. Sie können mit den günstigen Angeboten einfach nicht mithalten. Das Angebot aus Indien ist zudem reichhaltig, so dass die Preise diese Woche gesunken sind. Einziger Hoffnungsschimmer sind die bevorstehenden Feiertage, die die Preise zumindest minimal ansteigen lassen sollte. Koriander, Eagle Split 5% notierte im Wochenverlauf bei 692-677 EUR/mt FOB.
Chilis
Die Preise für Chilis notierten diese Woche stabil. Obwohl die Geschäfte für Chillis aktuell eigentlich gut laufen, blicken zunehmend viele Käufer auf die Aussaat der neuen Ernte. Die Anbaufläche wird voraussichtlich kleiner ausfallen. Demnach lässt der Regen lässt in den Hauptanbauregionen zu wünschen übrig und die Bauern sehen sich nach besseren Alternativen, wie etwa Baumwolle um.