Gewürze: Rasanter Preissprung bei Kurkuma
11. Mai 2018 um 08:28 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Da diese Woche verstärkt neue Ware eingetroffen ist und die Nachfrage zu wünschen übriglässt, haben die Preise für Kreuzkümmel nachgelassen. Indien hat im April etwa 20.000-22.000 mt Kreuzkümmel exportiert. Markteilnehmer rechnen für Mai mit deutlich weniger Exporten. Diese Flaute könnte allerdings bald vorbei sein. Überschwemmungen in der Türkei und starke Regenfälle in Syrien haben vermutlich große Ernteschäden hervorgerufen. Die Nachfrage für indischen Kreuzkümmel könnte dadurch steigen. Die Preise für Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit sind von 1.965 EUR/mt auf 1.961 EUR/mt FOB gesunken.
Koriandersaat
Die Preise für Koriandersaat tendieren diese Woche nach unten. Großunternehmer aus Indien haben in den letzten zwei Monaten etwa 500.000 mt Koriander importiert, so dass in nächster Zeit mit einer dramatischen Abnahme der Nachfrage zu rechnen ist. Einzig das limitierte Angebot an hochwertiger Ware verhindert weitere Preisrückgänge. Koriander, Eagle 5% Split notiert bei 616 EUR/mt FOB.
Kurkuma
Für Kurkuma haben die Preise diese Woche merklich angezogen. Grund ist die Wasserknappheit und die Verbreitung eines Virus in der Anbauregion Maharashtra. Dank der größeren Anbaufläche soll die Ernte allerdings etwa gleich groß ausfallen wie letztes Jahr. Zudem haben Händler ein gutes Geschäft gewittert und fleißig ihre Lager gefüllt. Diese Strategie wird wohl kaum aufgehen. Es deutet sich ein Preiswende an. Die aktuell hohen Preise haben bereits viele Käufer verschreckt und das Angebot hat diese Woche bereits merklich zugenommen. Kurkuma, Salem Double Polished kostet aktuell 1.122 EUR/mt FOB.
Kardamom
Im Kardamommarkt sind die Preise diese Woche gefallen. Demnach lässt die Nachfrage im Inland, sowie die Qualität der Ware stark zu wünschen übrig. Kardamom, 8 mm notiert bei 16.799 EUR/mt FOB.
Schwarzer Pfeffer
Billigimporte, schlechtes Wetter und ein üppiges Angebot in Karnataka haben diese Woche für einen massiven Verfall der Pfefferpreise gesorgt. Günstiger Pfeffer wird nach wie vor über Myanmar, Bangladesch und Nepal nach Indien geschmuggelt. Einige Marktteilnehmer gehen davon aus, dass etwa 57% der Importware aus Sri Lanka eigentlich aus Vietnam stammt. Zudem hat schlechtes Wetter in Rajasthan, Uttar Pradesh und anderen Regionen viele Käufer daran gehindert im Markt aktiv zu werden. Die Preise für schwarzen Pfeffer, 500 GL sind von 6.055 EUR/mt auf 5.996 EUR/mt FOB gefallen.