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Gewürze: Preisverfall treibt Marktteilnehmer an den Rand der Verzweiflung

9. Juni 2017 um 09:46 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Rekorde jagen Rekorde in Indien. Auch in diesem Jahr plant die Regierung neue Rekordproduktionen für Gewürze und Getreide. Sehr zum Leidwesen der Bauern.

Sie leiden unter dem rasanten Preisverfall den die erzielten Rekordernten mit sich bringen. Bisher hat die Regierung allerdings nur erhöhte Preise für Zukäufe von Hülsenfrüchten und Reis angekündigt. Zudem sind die Wetteraussichten für den diesjährigen Monsun äußerst vielversprechend. Der indische Wetterdienst rechnet mit normalen Monsunregenfällen von 98%.

Kardamom

Die Käufer warten auf die neue Ernte. Sie verspricht eine bessere Qualität und Verfügbarkeit. Daher ist es kein Wunder, dass die Preise für Kardamom diese Woche in den Keller gefallen sind. Einzig die Ramadan-bedingte Nachfrage verhinderte weitere Preisrückgänge. Die Preise für Kardamom, 8 mm sind von 21.949 EUR/mt auf 21.682 EUR/mt FOB gesunken.

Schwarzer Pfeffer

Regen behindert in Teilen Indiens den Transport von Pfeffer und hat die Preise diese Woche rasant ansteigen lassen. Obwohl die Verfügbarkeit der indischen Ware eingeschränkt ist, werden die Märkte von Lieferungen aus Vietnam und Sri Lanka quasi überflutet. Die Preise Pfeffer, 500 GL sind im Wochenverlauf von 9.208 EUR/mt auf 9.475 EUR/mt FOB gestiegen.

Kreuzkümmel

Die Preise für Kreuzkümmel haben diese Woche leicht nachgegeben. Dies liegt vor allem an der Nachfragflaute in den vergangenen Wochen, zudem sind die Aussichten für den Monsun äußerst optimistisch. Allerdings deuten die geringen Überhangbestände, vermehrte Kaufaktivitäten und die Aussichten auf eine verstärkte Exportnachfrage in der Saison 2017-18 auf mögliche Preissteigerungen hin.

Koriander

Nach den Bauernaufständen in Madhya Pradesh ist es im Koriander-Markt eher ruhig geworden. Die Preise haben minimal nachgelassen. Die Käufer sehnen sich nach Stabilität und bevorzugen es abzuwarten. Diese Woche wurde besonders hochwertiger Koriander gehandelt. Koriander, 5% Split bewegt sich aktuell auf einem Niveau von 716-725 EUR/mt FOB.

Chilis

Der Markt verhielt sich diese Woche ausgesprochen ruhig mit stabilen Preisen. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Preise allerdings um 60% nachgegeben. Grund ist die größere Produktion und die geringe Nachfrage im Inland. Trotz der ruhigen Marktlage sind die Markteilnehmer optimistisch, dass die niedrigen Preise eine verstärke Exportnachfrage begünstigen werden. Chilli, S4 notiert derzeit bei 1.139 EUR/mt FOB.

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