Gewürze: Korianderpreise beflügelt von guter Nachfrage
5. April 2018 um 16:05 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Üppige Kreuzkümmelbestände in Rajasthan drücken im indischen Gewürzmarkt auf die Preise. Zum Ende der Woche schloss Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit auf einem Niveau von 1.913 EUR/mt FOB. Anfragen unter anderem aus China sollen Händlern zufolge allerdings für steigende Nachfrage von Seiten der indischen Exporteure sorgen, weshalb ein Preisrückgang vorerst nicht erwartet wird.
Koriander
Die Korianderlieferungen aus den Ursprüngen in die indischen Spotmärkte nehmen weiter ab, während die Nachfrage stabil ist. In Folge dessen legten die Preise für Koriander, Eagle, 5% Split in dieser Woche 46 EUR auf 688 EUR/mt FOB zu. In den letzten Wochen hatten die Preise für Koriander im indischen Markt stetig nachgegeben und Händler decken sich jetzt großzügig auf dem niedrigeren Niveau ein.
Kurkuma
Gute Nachfrage für Kurkuma sorgt in den indischen Märkten für rege Handelsaktivität. Die Bauern liefern ihre Ware regelmäßig ab, nach einem Käufer brauchen sie aktuell nicht lange suchen. Aus diesem Grund legten die Preise für Kurkuma, Salem, Double Polished zum Ende der Woche 19 EUR auf 983 EUR/mt FOB zu.
Chilischoten
Um die Bauern zu unterstützen, als die Chilipreise in den Keller rauschten, kaufte die indische Regierung 5.300 mt Chilischoten. Aus Dubai und Bangladesch erhalten die Händler aktuell vermehrt Anfragen für Teja-Chilis. Einheimische Gewürzhersteller zeigen dagegen eher geringes Interesse an den scharfen Schoten. Chilis, S4, ohne Stiel haben sich diese Woche auf einem Niveau von 1.221 EUR/mt FOB stabilisiert.
Kardamom
Trotz der guten Ernte im letzten Jahr bewegten sich die Kardamompreise im vergangenen Jahr deutlich über dem Vorjahresniveau und liegen aktuell irgendwo dazwischen. Anders als in anderen Anbauregionen war die Niederschlagsrate in den letzten Monaten sehr hoch. Gleichzeitig hat das fehlende Warenangebot in Exportqualität die Anfragen aus dem Ausland reduziert. Ein Preisrückgang auf 16.280 EUR/mt FOB zum Ende dieser Woche war die Folge.
Schwarzer Pfeffer
Pfeffer wurde in den letzten Monaten zu einem beliebten Schmuggelgut, nachdem die indische Regierung einen Mindestpreis für Importpfeffer festlegen wollte. Diese Maßnahme ließ sich aber nur mit mäßigem Erfolg durchsetzen. Beliebt ist unter anderem illegal eingeführter Pfeffer aus Nepal. Die Preise für einheimischen Pfeffer haben sich aufgrund geringer Handelsaktivität in den Märkten auf einem Niveau von 5.845 EUR/mt FOB stabilisiert.