Gewürze: Käufer üben Druck aus
4. Mai 2018 um 07:30 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Bargeldknappheit veranlasst die Bauern, weniger Ware zu verkaufen, da sie von den Händlern nur per Scheck oder Überweisung bezahlt werden können und sie selbst auch nur begrenzte Mengen Bargeld abheben können.
Anhaltend geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland setzt die Korianderpreise dennoch weiter unter Druck, zudem könnte Syrien als alternativer Ursprung bald wieder interessant werden. Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit ging diese Woche um 21 Euro auf 1,977 EUR/mt FOB zurück.
Koriander
Fehlende Nachfrage aus dem einheimischen Markt ließ die Korianderpreise in Indien sinken. Dank üppiger Überhänge aus dem Vorjahr sind Händler nicht gezwungen, sofort zu kaufen, aus Angst, es gäbe später nicht mehr genug Ware. Stattdessen ziehen sie es vor auf günstigere Preise zu warten. Solange die Händler noch über Bestände verfügen, können sie das Spiel noch weiterspielen, weshalb der Abwärtstrend noch eine Weile anhalten könnte.
Zum Ende dieser Woche schlossen die Preise für Koriandersamen, Eagle, 5% Split auf einem Niveau von 617 EUR/mt FOB, das ist ein Minus gegenüber der Vorwoche von 17 Euro.
Kurkuma
Die Ramadan-Nachfrage beflügelte den Kurkumamarkt in den letzten Wochen und eine kleinere indische Ernte in diesem Jahr kann diesen Trend langfristig unterstützen. Insbesondere im medizinischen und kosmetischen Bereich erfreut sich Kurkuma Marktteilnehmern zufolge wachsender Beliebtheit. Die Preise für Kurkuma, Salem, Double Polished beendeten diese Woche auf einem Niveau von 1.040 EUR/mt FOB.
Chilischoten
Aus den Anbauregionen werden überwiegend Chilis in durchschnittlicher Qualität in den Markt geliefert und das rege Kaufinteresse lässt die Preise steigen. Chilischoten, S4, ohne Stiel legten in dieser Woche 8 Euro auf 1.260 EUR/mt zu. Mit dem abflachen der Ramadan-Nachfrage sollten sich die Preise allerdings wieder stabilisieren.
Kardamom
Die aktuelle Kardamomernte ist fast abgeschlossen und die Bauern liefern gute Mengen neuerntige Ware in den Markt. Gleichzeitig hat sich das Kaufinteresse reduziert, weshalb die Preise in dieser Woche um 17 Euro auf 16.630 EUR/mt FOB zurückgingen.
Schwarzer Pfeffer
Nach Vietnam ist Indonesien der zweitgrößte Pfefferproduzent weltweit. Jetzt rechnen Marktteilnehmer mit einem Produktionsrückgang in der indonesischen Hauptanbauregion Lampung. Das könnte die Preise im internationalen Pfeffermarkt stützen. Auch Indien gehört zu den Importeuren von indonesischem Pfeffer. Gute Nachfrage im indischen Markt ließ die Pfefferpreise um 8 Euro auf 5.990 EUR/mt FOB steigen.