Gewürze: Ernteverluste räumen der Konkurrenz den Weg frei
21. Februar 2019 um 15:38 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Dank günstiger Wetterverhältnisse ist die indische Kreuzkümmelproduktion besser ausgefallen als erwartet und es kommt stetig frische Ware in die großen Handelsmärkte von Gujarat und Rajasthan. Die Preise für neue Ernte geben nach, während die Restbestände aus dem vorigen Produktionszyklus zu gleichbleibenden Preisen angeboten werden. Kreuzkümmel, Grade A, 99% Reinheit wird in dieser Woche auf einem Niveau von 2.800 USD/mt FOB gehandelt. Bei einem Nachfrageanstieg müssen Käufer dennoch mit höheren Preisen rechnen.
Koriander
Die Korianderernte liegt hinter dem Vorjahresergebnis und auch qualitativ kann ein Großteil der Samen nicht überzeugen. Letzteres sorgt immerhin dafür, dass sich die Preise dennoch auf einem vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen. Hinzu kommen hohe Überhangbestände aus dem Vorjahr sowie steigende Importzahlen, die die Preise stabilisieren. Die geringe Nachfrage tut ihr Übriges, um einen rapiden Preisanstieg zu unterbinden. Aktuell wird Koriander, Eagle, 5% Split zu einem Preis von 830 USD/mt FOB angeboten.
Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Preise im Laufe der Saison aufgrund der knappen Verfügbarkeit dennoch steigen werden.
Kurkuma
Ausreichend Niederschlag und hohe Erträge sorgen in diesem Jahr für eine üppige Kurkumaproduktion. Von Tag zu Tag wird mehr Ware aus den Anbauregionen in die Handelsmärkte geliefert. Die Abnehmer aus dem In- und Ausland zeigen gleichermaßen hohes Kaufinteresse, weshalb vorerst nicht mit einem Preisrückgang zu rechnen ist. Kurkuma, Salem, Double Polished beendete diese Woche auf einem Level von 1.090 USD/mt FOB.
Chilischoten
Die Nachfrage nach Chilischoten steigt jährlich. In einer Saison, in der die Ernte durch heftige Regenfälle und Krankheitsbefall reduziert wurde, kann es da schon einmal zu einer Verknappung kommen. Bereits im März sollen die Liefermengen rückläufig sein. Während die Preise für Premium-Chilis in den Handelsmärkten von Andhra Pradesh und Telangana zulegten, bleiben die Angebote für durchschnittliche bis minderwertige Qualitäten stabil auf einem Niveau von 1.750 USD/mt FOB.
Kardamom
Kardamomkapseln, 8 mm legten diese Woche auf 23.300 USD/mt FOB zu. Die Nachfrage ist gut, gleichzeitig kommt weniger neue Ware aus den Anbaugebieten in den Markt. Immerhin herrschen dort günstige Wetterverhältnisse für die Entwicklung der Kapseln. Tendenziell rechnen Marktteilnehmer in den kommenden Wochen mit weiteren Preiserhöhungen.
Schwarzer Pfeffer
Rund 40% der Pfefferernten in Kerala und Karnataka sind Überschwemmungen zum Opfer gefallen. In den indischen Handelsmärkten findet sich aktuell kaum einheimische Ware. Stattdessen wird überwiegend Pfeffer vietnamesischen Ursprungs angeboten. Dieser hat allerdings den Ruf, nicht immer von guter Qualität zu sein. Im indischen Markt notieren die Pfefferpreise in dieser Woche auf einem Niveau von 5.350 USD/mt FOB.