Gewürze aktuell: Neue Steuer auf Koriandersaat
7. Mai 2020 um 15:34 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Die Ankünfte sind innerhalb der letzten Woche stark gestiegen, da eine große Menge Kreuzkümmel aus dem Hauptanbaugebiet Rajasthan mittlerweile verfügbar ist. Wegen des verlängerten Lockdowns in Indien hat der Handel nachgelassen, findet aber nach wie vor statt. Aufgrund der gesunkenen Nachfrage, die den Unsicherheiten auf dem Markt geschuldet ist, sowie der zweiwöchigen Handelsunterbrechung im April aufgrund des Coronavirus liegen die Preise 10-15% unter dem Vorjahresniveau. Im Wochenvergleich kam es jedoch zu einem Preisanstieg von 40 USD/mt, sodass Kreuzkümmel, Grade A aktuell mit 1.910 USD/mt gehandelt wird.
Koriandersaat
Die Regierung Rajasthans hat eine Steuer in Höhe von 2% auf den Handel mit verschiedenen Agrarprodukten, darunter Koriander, erhoben und die lokalen Märkte bleiben zurzeit größtenteils geschlossen. Die Nachfrage bleibt weitestgehend stabil, vor allem von Seiten der Fachhändler, sodass es zu leichten Preiserhöhungen kam. Koriander, Eagle, 5% Split, wird derzeit mit 775 USD/mt gehandelt. Marktteilnehmer rechnen in den nächsten Tagen nicht mit Preissenkungen.
Kurkuma
Die Marktteilnehmer zeigen sich beunruhigt, da der mittlerweile zum dritten Mal verlängerte Lockdown, der bis Ende Mai gilt, die Nachfrage sinken ließ. Das drückt auch die Kurkuma-Preise nach unten und die Händler gehen nicht davon aus, das hier in naher Zukunft mit einer Besserung zu rechnen ist. Kurkuma, Salem, Double Polished kostet aktuell 880 USD/mt.
Schwarzer Pfeffer
Ein Anstieg der Ankünfte sowie eine gute Nachfrage sorgen dafür, dass die Pfefferpreise stabil auf einem hohen Niveau bleiben. Seit dem Pfefferschmuggel nach Indien, vor allem aus Sri Lanka, ein Riegel vorgeschoben wurde, hat sich die Nachfrage nach einheimischer Ware deutlich verbessert. Im Inland besteht vor allem in Nordindien ein großer Bedarf. Schwarzer Pfeffer, 500 g/l liegt diese Woche bei 5.010 USD/mt.