Gewürze aktuell: Pfefferernte steht still
29. April 2020 um 16:33 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Die neue Ernte ist nach und nach auf den Märkten verfügbar. Zurzeit werden allerdings noch große Mengen der alten Ernte verkauft, die von den Händlern in der Hoffnung auf steigende Preise längere Zeit in den Lagerhäusern zurückgehalten wurden. Nachdem die Preise gesunken waren, erhöhte sich die Nachfrage, mit dem Start der neuen Saison und der großen Menge der vorhandenen Ware ist aktuell allerdings eine leichte Rezession zu beobachten. Die Preise für Kreuzkümmel, Grade A, halten sich auf einem stabilen Level von 1.870 USD/mt.
Koriandersaat
Die Korianderpreise halten sich im Vergleich zur Vorwoche stabil ohne nennenswerte Schwankungen. Die Nachfrage bleibt für die Händler zufriedenstellend. Regenfälle machten den Produzenten zunächst Sorgen, mittlerweile haben sich die Wetterbedingungen jedoch verbessert. Marktteilnehmer berichten von einer guten Qualität der Ware. Koriander, Eagle, 5% Split wird aktuell mit 755 USD/mt gehandelt.
Kurkuma
Obwohl noch viele Vorräte der alten Ernte vorhanden sind, richten die Händler ihre Aufmerksamkeit auf die neue Ernte, worüber die Landwirte nicht glücklich sind. Marktteilnehmer berichten, dass viele Produzenten die neue Ware deshalb aktuell noch zurückhalten. Die Inlandsnachfrage in Indien ist ebenfalls eher schwach, was die Preise leicht sinken lässt. Kurkuma, Salem, Double Polished kostet derzeit 885 USD/mt und damit 10 USD/mt unter dem Vorwochenpreis.
Chilischoten
Die größte Menge an Chilischoten stammt mit 56 mt in dieser Woche aus der Provinz Gujarat. Aktuelle Preise sind nicht verfügbar, da der Referenzmarkt in Guntur geschlossen ist; er befindet sich in der sogenannten „Roten Zone“. Die Regierung von Andhra Pradesh hat entschieden, den Handel dort während des Lockdowns auszusetzen. Mit Khammam ist ein weiteres wichtiges Handelszentrum für Chilischoten ebenfalls geschlossen.
Kardamom
Die Nachfrage nach indischem Kardamom ist vor allem während des Ramadans in den Golfstaaten hoch, da die Qualität besser ist als beispielsweise bei Ware aus Guatemala und auch die Preise wettbewerbsfähiger sind. Lediglich in Saudi-Arabien ist die Einfuhr indischer Ware zurzeit aufgrund von Pestizidbelastungen verboten, Marktteilnehmer berichten jedoch, dass sich das bald wieder ändern könnte. Aktuell kämpft Indien aufgrund der Corona-Pandemie noch mit einigen Exportschwierigkeiten. Die Preise für Kardamom, 8 mm liegen diese Woche stabil bei 47.510 USD/mt.
Schwarzer Pfeffer
Aufgrund des Mangels an Arbeitern und Angestellten ist die Ernte auf den Pfefferplantagen zum Erliegen gekommen. Rund 20% des Pfeffers müssen noch geerntet werden. Die Menge an Niederschlägen in den kommenden Tagen entscheidet über die Qualität der restlichen Ernte und darüber, ob sie eventuell überreif wird oder austrocknet. Im Vergleich zur Vorwoche werden keine preislichen Veränderungen verzeichnet und schwarzer Pfeffer, 500 g/l liegt bei 5.020 USD/mt.