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Gewürze aktuell: Kardamom-Auktionen wieder gestartet

28. Mai 2020 um 15:33 , Der AUDITOR
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GUJARAT. Wöchentliches Monitoring mit aktuellen Marktinformationen aus Indien zu Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Pfeffer, Chilischoten und Kardamom sowie einer Preisliste mit über 70 Preisen zu Produkten und Rohstoffen.

Kreuzkümmel

Trotz hoher Ankünfte halten sich die Kreuzkümmelpreise stabil. Händler berichten, dass die Nachfrage von Gewürzherstellern steigt, zurzeit allerdings noch durch den von der Corona-Pandemie verursachten Mangel an Arbeitskräften begrenzt wird. Auch das Kaufinteresse aus dem Ausland bleibt zufriedenstellend, vor allem aus Europa und den USA und, da der Ramadan vorbei ist, mittlerweile auch wieder aus den Golfstaaten. Insgesamt sind die Preise jedoch nach wie vor niedriger als im Vorjahreszeitraum. Kreuzkümmel, Grade A, kostet aktuell 1.880 USD/mt.

Koriandersaat

Korianderproduzenten berichten von einer geringen Nachfrage, die sie zu einem Großteil auf den noch immer anhaltenden Lockdown zurückführen. Normalerweise werden die Preise dadurch gestützt, dass große Unternehmen in Masala hohe Mengen Koriandersaat einkaufen; in diesem Jahr haben sie allerdings erst 60-65% der Kapazitäten gekauft. Es werden zudem keine Langzeitkontrakte beschlossen und Händler kaufen nur nach Bedarf. Koriander, Eagle, 5% split liegt derzeit bei 790 USD/mt und damit 10 USD/mt unter dem Vorwochenpreis.

Kurkuma

Die Sportmarktpreise für Kurkuma sinken weiter und auch die Futures werden niedriger gehandelt, was unter anderem an einer großen Ernte liegt. Der Handel verlief in den vergangenen Tagen träge, in Nizamabad fanden aufgrund des Lockdowns keine Handelsaktivitäten statt. Marktteilnehmer berichten, dass die Farmer hohe Lagerbestände zurückhalten, bis sich die Preise wieder stabilisiert haben. Aktuell wird Kurkuma, Salem, double polished mit 865 USD/mt gehandelt.

Chilischoten

Trotz landesweiter Abriegelungen und Handelsbeschränkungen nahmen die Chili-Märkte in Andhra Pradesh und Telangana den Betrieb wieder auf, wenn auch in begrenztem Ausmaß. Marktteilnehmer berichten, dass besonders viele private Transaktionen stattfinden und auch die Nachfrage seitens der Gewürzhersteller wieder steigt, während die Exporteure sich noch zurückhalten. Chilischoten, S4, ohne Stiel liegen bei 2.175 USD/mt, was einen Preisanstieg von 25 USD/mt im Vergleich zu letzter Woche entspricht.

Kardamom

Nach mehr als zwei Monaten nimmt das Spiceboard in Idukki, einem Distrikt im indischen Bundesstaat Kerala, die Kardamom-Auktionen wieder auf. Marktteilnehmer sind jedoch skeptisch, da rund 70% der Käufer üblicher weise aus Tamil Nadu anreisen und es dort aufgrund der Covid-19-Pandemie strenge Reisebeschränkungen gibt. Die internationale Nachfrage ist weiterhin sehr schwach. Kardamomexporte aus Guatemala sind im Jahresvergleich beispielsweise um über 20% gesunken, obwohl sie vor Ausbruch der Pandemie einen steigenden Trend verfolgt hatten. Kardamom, 8 mm kostet diese Woche 42.890 USD/mt und liegt damit 1.000 USD/mt unter dem Vorwochenpreis.

Schwarzer Pfeffer

Die Inlandsnachfrage hat sich merklich belebt und Marktteilnehmer berichten von mehr Käufern als Verkäufern, was auch die Preise steigen lässt. Auch auf dem internationalen Markt zeigen sich festere Tendenzen. In Sri Lanka steht die Haupternte kurz vor dem Ende und die ersten Angebote erreichen den Markt. Indische Produzenten könnten bei günstigen Preisen von vietnamesischem auf Pfeffer aus Sri Lanka umsteigen, der mit 6% einen höheren Piperin-Gehalt hat. Schwarzer Pfeffer, 500 g/l wird mit 4.950 USD/mt gehandelt.

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