Gewürze aktuell: Indische Märkte bleiben geschlossen
9. April 2020 um 07:22 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Anfang März zeichnete sich auf dem Kreuzkümmelmarkt eine positive Tendenz ab, da benötigte Regenfälle für gute Ernteaussichten sorgten und die Nachfrage stieg. Seit der Ausbreitung des Covid-19-Virus ging es jedoch stetig bergab, und aktuell sind die Häfen und Märkte geschlossen und es darf wegen des kompletten Lockdowns kein Handel auf dem Spotmarkt stattfinden. Das alles wirkt sich für die Produzenten auch auf zukünftige Geschäfte negativ aus, da die Preise weiter sinken und anhaltende Regenfälle die Qualität der neuen Ernte beeinträchtigen könnten. Kreuzkümmel, Grade A kostete zuletzt 1.880 USD/mt.
Koriandersaat
Da der Handel eingestellt ist, finden aktuell lediglich Schätzungen auf der Grundlage von Händlern und anderen Experten auf dem Koriandermarkt statt. Hier gehen die Meinungen allerdings auseinander: während einige vermuten, dass die Preise nach dem Lockdown steigen werden, rechnen andere Marktteilnehmer mit einem sinkenden Trend. Wahrscheinlich ist, dass zumindest die Inlandsnachfrage wieder steigen wird, sobald wieder Ware verfügbar ist und gehandelt werden darf. Allgemein betrachtet verfolgen die Korianderpreise in diesem Jahr eher einen Abwärtstrend und Koriander, Eagle, 5% Split wurde zuletzt mit 755 USD/mt gehandelt.
Kurkuma
In der gegenwärtigen Situation, in der die Sorge um die Gesundheit aufgrund des Coronavirus hoch ist, ist Kurkuma gefragt, um das Immunsystem zu stärken. Auch in der Pharmazie besteht ein hoher bedarf und die Regierung von Andhra Pradesh unterstützt deshalb den Anbau dieser Kurkuma-Sorten, sodass mittlerweile 2.000 Farmer medizinische Kurkuma mithilfe staatlicher Förderung anbauen. Da eine gute neue Ernte erwartet wird, sanken die Preise bereits vor dem Lockdown. Zuletzt wurde Kurkuma, Salem, Double Polished mit 900 USD/mt gehandelt.
Chilischoten
Da alle Märkte geschlossen sind, gibt es aktuell keine Nachfrage auf den Chilimärkten. Auch Exporte finden nicht statt und es können keine neuen Spotmarktpreise benannt werden. Einige Häfen haben zwar mittlerweile ihre Arbeit wieder aufgenommen, dennoch treten nach wie vor große Probleme auf. Das bringt Händler dazu, lieber noch abzuwarten. Zuletzt waren Chili, S4, ohne Stiel mit 2.230 USD/mt notiert.