Gewürze aktuell: Keine Handelsaktivitäten auf den indischen Märkten
2. April 2020 um 16:46 ,
Der AUDITOR
Kreuzkümmel
Der Markt zeigte sich in den letzten zwei Wochen sehr wechselhaft. Die Ausbreitung des Coronavirus und die Ausgangssperre in Indien schlagen sich sowohl auf die Exporte als auch auf den Inlandsmarkt nieder. Aktuell findet kein Handel statt und auch die Exporte stehen still, obwohl aus den Golfstaaten Kaufinteresse bekundet wird. Die Händler sitzen derzeit auf einer Rekordernte und hoffen darauf, dass die Bestimmungen bald wieder gelockert werden. Aufgrund der Umstände findet fast keine Preisentwicklung statt. Kreuzkümmel, Grade A lag zuletzt bei 1.890 USD/mt.
Koriandersaat
Ab diesem Monat sollte die neue Ernte auf den Märkten ankommen, was bereits im Vorfeld zu Preissenkungen führte. Die meisten Staaten können dank guten Wetterverhältnissen und ausreichender Wasserverfügbarkeit eine Erntesteigerung erzielen, nur in Rajasthan sank die Produktion um 8%. Aufgrund der Covid-19-Pandemie gibt es keine Exporte und es wird erwartet, dass die Preise während der Ausgangssperre stabil bleiben. Die Preise für Koriander, Eagle, 5% Split lagen zuletzt bei 765 USD/mt.
Kurkuma
Im März war die Nachfrage für die Händler zufriedenstellend, was unter anderem an den Feierlichkeiten des Holi-Festivals lag. Händler und Landwirte begannen ihre Lagerbestände freizugeben, da die Ausbreitung des Coronavirus bereits Auswirkungen zeigte und den Markt unter Druck setzte. Eine hohe Nachfrage bestand nach roher Kurkuma, das für medizinische Zwecke eingesetzt wird. Von dem kompletten Lockdown in Indien sind vor allem Kleinbauern schwer betroffen, die nach wie vor auf bis zu 60% ihrer Lagerbestände sitzen und keine Transporte durchführen dürfen. Kurkuma, Salem, Double Polished wurde im März mit 910 USD/mt gehandelt.
Chilischoten
Händler und Erzeuger erfreuten sich im März dank der Vorbereitungen der Ramadan- und Holi-Feierlichkeiten guter Nachfrage und begannen, ihre Lagerbestände aufzustocken. Zeitgleich ging die Produktion in Karnataka zurück, sodass Preissteigerungen in Sicht waren. Ein erster Rückschlag waren die eingestellten Exporte nach China; mittlerweile steht der Handel auch hier still und es finden keine neuen Vertragsabschlüsse und Exporte statt. Chili, S4, ohne Stiel kosteten zuletzt 2.230 USD/mt.
Kardamom
Die Stimmung auf dem Kardamommarkt ist extrem schlecht, was zum einen an der hohen Menge verfügbarer Ware liegt, die die Preise bereits im Vormonat nach unten drückte, zum anderen natürlich am kompletten Stillstand auf den Märkten, verursacht durch die Corona-Pandemie. Die Märkte sind geschlossen und es finden keine Handelsaktivitäten statt. Die Preise für Kardamom, 8 mm waren vor kurzem mit 48.510 USD/mt quotiert.
Schwarzer Pfeffer
Im letzten Monat konnte schwarzer Pfeffer dank steigender Nachfrage, vor allem aus Nordindien, Preissteigerungen verzeichnen. Die Landwirte hielten sich mit Aussagen über ihre Ernteerträge zurück, um die Preise zu stützen. Zudem kauften Händler brasilianischen Pfeffer für den Re-Export zu guten Preisen. Aufgrund des Lockdowns bleiben sie zurzeit auf ihrer Ware sitzen, hoffen aber auf baldige Lockerungen. Schwarzer Pfeffer, 500 g/l wurde zuletzt mit 4.895 USD/mt notiert.