Getreide und Ölsaaten: „Preise werden weiter fallen“

28. Februar 2020 um 15:51 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. In den vergangenen Tagen erlebten Getreide und Ölsaaten an den Börsen regelrechte Kurseinbrüche. Aber auch bei kleineren Commodities machen sich die Auswirkungen der Covid-19-Epidemie bemerkbar.

Spekulanten ziehen sich aus den Märkten zurück, was die Notierungen von Getreide und Ölsaaten am CBOT in den vergangenen Tagen drastisch sinken ließ. Die meisten, die an der Börse handeln, haben kein Interesse an einer physischen Belieferung. Die aktuelle Ungewissheit veranlasst diese Anleger daher zu einem Wechsel weg von Lebensmittelrohstoffen hin zu anderen Wertanlagen wie Gold. Marktteilnehmer gehen zwar davon aus, dass die Investitionen wieder zunehmen werden, sobald sich die Lage entspannt. Bis es soweit ist, sollte es allerdings noch eine Weile dauern „Wir stehen in Europa erst am Anfang der Epidemie. Vorerst ist davon auszugehen, dass die Preise über einen längeren Zeitraum weiter fallen“, so ein Händler. 

Bei Produkten wie Sesam sind die Preise direkt an die Nachfrage aus China gekoppelt. Der chinesische Markt bezieht einen Großteil seines ungeschälten Sesams aus afrikanischen Ländern. Aktuell ist die Nachfrage allerdings eingebrochen. Da dank guter Ernten große Mengen Sesam in den afrikanischen Anbauländern verfügbar ist, geraten die Preise unter Druck. Und um mit der Konkurrenz mithalten zu können, waren auch indische Sesamhändler diese Woche gezwungen, ihre Exportpreise deutlich zu senken. Marktteilnehmer rechnen hier allerdings langfristig eher mit stabilen Märkten.

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