Getreide: Märkte am Morgen setzten Kursrückgang fort

18. Juni 2020 um 08:57 , Der AUDITOR
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In den USA schreitet die Weizenernte deutlich voran und die Erträge im südlichen Teil des US-Bundesstaates Kansas fallen besser aus als erwartet. Die neue Ernte ist mit Preisabstand im Gespräch. Die Schließung des Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück zeigt ein weiteres Mal auf, dass die Coronakrise in Deutschland noch nicht ausgestanden ist.

Devisen und Rohölmarkt

Der Eurokurs gab erneut leicht nach.Wichtige Konjunkturdaten werden aus den USA erwartet, stehen am Nachmittag die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und konjunkturelle Frühindikatoren auf der Agenda. In Großbritannien will die Bank of England ihre Obergrenze für Anleihekäufe zur Stützung der Konjunktur anheben. Der Rohölmarkt hatte von wachsender Zuversicht an den Finanzmärkten profitiert. Gebremst wird die Erholung jedoch durch die Furcht vor einer zweiten Welle der Covid19-Pandemie in China. Auch in den USA und Brasilien werden steigende Neuinfektionen gemeldet.

Devisenmarkt

Eurokurs

1,1251

-0,2%

Quelle: Deutsche Bank

Rohölmarkt

Brent

40,5

-0,3 %

WTI

37,6

-0,6 %

Quelle: Rohöl-Handel


WEIZENMARKT

Weizen startete in den USA und am Schwarzmeer schwächer in den Handelstag. Ägypten gab eine neue Weizenausschreibung bekannt, Äthiopien will 400.000 mt Mahlweizen kaufen. Das Land leidet unter Dürre und Heuschreckenplage. Russland will mögliche Exportquoten für das zweite Halbjahr der Saison 2020-21 erst im Dezember festzulegen. Moskaus Regierung erwartet eine Weizenernte von 75 Mio. mt gegenüber 73,6 Mio. mt im Vorjahr. Der DRV rechnet mit einer deutschen Weizenernte von 22,21 Mio. mt, was 3,7 % Rückgang zum Vorjahr bedeutet. .

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

492,50

-1,1 %

Matif  (EUR/mt)

180,25

0,2 %

Black Sea  (USD/mt)

198,00

-1,3 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

181,00

0,00

Creil FOB

171,00

0,00

Hamburg DDP

196,00

-2,00

Rheinland DDP

198,00

-1,00

Neuss DDP

192,00

-1,00

Oberrhein FOB

189,00

-1,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF

199,00

-1,00

Süd-Oldenburg DDP

199,00

-1,00

Westfalen DDP

198,00

-1,00

Oberrhein FOB

189,00

-1,00

Quelle: Handel

MAISMARKT

Trockenheiße Witterung im südlichen US-Maisgürtel trieb die Maiskurse in Chicago. Laut UVP-Report stieg die US-Ethanolproduktion um 4.000 auf 841.000 Barrel/Tag, die US-Ethanolvorräte sanken um 456.000 Barrel auf 21,34 Mio. Barrel. Brasilien Exportwirtschaft profitiert von der Absenkung des Leitzinses, wodurch Exporte preiswerter wurden. In Frankreich setzte wenig Nachfrage wegen der hohen spanischen Gerstenernte den Kassamarkt unter Druck. Nachdem vor Wochen das Unternehmen Westfleisch am Standort Coesfeld von der Corona-Pandemie stark betroffen war, gab es nun Infektionen bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Danach sollen übers Wochenende 46 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden sein, zuletzt sogar 400 Tests positiv ausgefallen sein. Dort werden 20 % Deutschlands Schweine geschlachtet.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

331,25

1,2 %

Matif (EUR/mt)

165,75

0,1 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

158,00

-2,00

Süd-Holland CIF

186,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

190,00

0,00

Westfalen DDP

192,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel

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