Butter: EU-Ausfuhren sinken

13. Mai 2019 um 09:09 , Der AUDITOR
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FRANKFRUTT/BRÜSSEL. Nach Angaben der Europäischen Kommission sind die Preise für EU-Butter derzeit durchaus wettbewerbsfähig. In Deutschland haben die ungewöhnlich kalte Witterung und ein Rückgang des Absatzvolumens die Stimmung in den Märkten getrübt. Dennoch scheint sich der Markt für Blockbutter zu beleben.

Wettbewerbsfähige Preise in der EU
Während des gesamten Monats April blieben die Durchschnittspreise für EU-Butter relativ stabil. Demgegenüber wurden auf dem Weltmarkt deutliche Steigerungen verzeichnet, wobei die Preise in Ozeanien gegen Ende April um 4,3% stiegen. Die EU-Kommission weist darauf hin, dass die Region zum teuersten Ursprung für Butter geworden ist. In der kürzlich veröffentlichten Marktberichterstattung für Milchprodukte kommt die Europäische Kommission zu dem Schluss, dass die EU derzeit die wettbewerbsfähigsten Preise für die wichtigsten Milchprodukte anbietet. 

Wie die Kommission jedoch weiterhin beobachtet hat, gingen die Ausfuhren von EU-Butter und -Öl im Januar/Februar dennoch zurück, und zwar um 14% bzw. 46% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die EU-Butterexporte in Drittländer sind sogar deutlich um 22% auf 25.922 mt gesunken. Im Gegensatz dazu sind die Exporte in die USA um 24% auf 5.263 mt stark gestiegen, wobei Irland der Hauptlieferant ist. Die USA sind das wichtigste Exportziel für EU-Butter, Saudi-Arabien und China belegen die Plätze zwei und drei. Die Ausfuhren nach Saudi-Arabien sind jedoch deutlich um 45% auf 2.100 mt zurückgegangen, wobei Dänemark als Hauptlieferant aus der EU fungiert. 

China ist der weltweit führende Importmarkt für Butter. Obwohl die Butterimporte nach China im Januar/Februar um 13% zurückgingen, blieben die Exporte aus der EU mit 1.644 mt relativ stabil, wobei Frankreich der Hauptlieferant aus der EU war. Die EU hält einen Anteil von 7% am chinesischen Importmarkt. Ein Anstieg der EU-Butterausfuhren nach Japan (+53%) und Algerien wurde beobachtet, während die Ausfuhren nach Indonesien und Singapur drastisch um 30% bzw. 25% zurückgingen. Die EU-Kommission betont aber auch, dass Russland die Butterimporte in den ersten beiden Monaten des Jahres erhöht hat und dass die EU-Butterproduktion nominal um 0,3% gestiegen ist. 

Belebung des Blockbuttermarktes in Deutschland
In Deutschland hat der Markt für Butterpäckchen einen Rückgang erfahren, da das Absatzvolumen nach Ostern zurückgegangen ist. Aufgrund der Feiertage sind die Umsätze jedoch zufriedenstellend. Die ungewöhnlich kalte Witterung wirkt sich jedoch negativ auf den Absatz von Frischeprodukten aus.

Im Gegensatz dazu ist ein deutlicher Anstieg der Marktaktivitäten für Blockbutter zu verzeichnen. Obwohl sich der Markt erholt hat, herrscht nach wie vor Unsicherheit, da zuverlässige Prognosen darüber, welchen Kurs die Preise nehmen werden, nicht ohne weiteres verfügbar sind. Die Preise in den günstigeren Kategorien sind nominal gesunken, da die Käufer auf den Abschluss langfristiger Verträge verzichten.   

Butter

Standort

Preis

EXW Polen

4.250 EUR/mt

EXW Deutschlan

4.150 EUR/mt

Eurex

4.254 EUR/mt

GDT

5.486 USD/mt

Quelle: Handel

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Preischart, Butter, EXW, Polen
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