Buchweizen: Exportstopp ist nur von kurzer Dauer

26. März 2020 um 15:35 , Der AUDITOR
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MOSKAU. Um die Ausbreitung von Coronavirus-Infektionen in die Russische Föderation zu verhindern, hat die russische Agraraufsichtsbehörde seit dem 20. März Maßnahmen ergriffen, um die Grenzen für den Export von Getreide, einschließlich Buchweizen, für 10 Tage zu schließen. Allerdings wurden diese Auflagen bereits nach wenigen Tagen wieder verworfen.

Dabei hat sich das Exportverbot ganz und gar nicht rentiert. Die Exporthändler befürchteten finanzielle Verluste aufgrund von Geldbußen wegen Vertragsbruchs. Sie erhöhten den Preis für gerösteten Buchweizen sofort um 9.575 Rubel/mt (um 480 Rubel/mt ab Beginn der Quarantäne). Im Föderationskreis Wolga beträgt der Durchschnittspreis für gerösteten Buchweizen bis zu 50.140 Rubel/mt.

Der durchschnittliche Buchweizenpreis der Landwirte betrug am 23. März 2020 22.400 Rubel/mt. Damit liegt er immer noch unter dem Preis vom Januar 2017, dem höchsten Monatsdurchschnitt der letzten Jahre. Ein solcher Preisanstieg ermöglicht es den Produzenten laut einem Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, zur üblichen Rentabilität zurückzukehren. 

Relevanz der Aussetzung der Exporte

Bereits am Morgen des 25. März wurde bekannt, dass das Exportverbot für Getreide aus Russland aufgehoben wurde. Die Antwort auf die Frage, warum der Rosselkhoznadzor seine Maßnahmen geändert hat, wurde nie gegeben. Die Vertreter der Buchweizenindustrie die hatten sich schon zuvor dahingehenden geäußert, dass selbst vor dem Hintergrund des Corona-Krise ausreichend Buchweizen verfügbar ist, um sowohl den Inlandsverbrauch als auch den Exportbedarf zu decken. Das Produktionsvolumen beträgt 350.000-400.000 mt, was unter Berücksichtigung der Lagerbestände vollständig den Bedürfnissen des Binnenmarktes entspricht. 

Preise in Russland, CPT-Index

Produkt

RUB/mt

EUR/mt

Buchweizen, geröstet

50.140

598,58

Buchweizen

22.400

267,41

Quelle: Rosstat

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