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Branchen-Kurznotizen: Grüne Woche abgesagt

26. November 2021 12:46, Der AUDITOR
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FRANKFURT. Informationen aus Backbranche und Fachhandel. Die Grüne Woche wird abgesagt, die Fruit Logistica wegen Corona verschoben. Die deutsche Ernährungsindustrie verzeichnete ein deutliches Umsatzplus. Im Gastgewerbe sind die Zahlen wieder rückläufig.

Grüne Woche wurde abgesagt
Beim großen Jahresauftakt der Ernährungsbranche sollte 2G eigentlich wieder eine Präsenz-Messe möglich machen. Nun kommt es anders, die Grüne Woche 2022 fällt aus. Acht Wochen vor der geplanten Eröffnung sagten die Veranstalter die Agrar- und Ernährungsmesse am Freitag ab. Angesichts der Wucht der zweiten Corona-Welle werde es im Januar und Februar keine Großveranstaltungen geben, teilte die Messe Berlin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Davon betroffen ist auch die Fruchthandelsmesse Fruit Logistica; die internationale Fachbesucher-Messe wird von Februar auf Anfang April verschoben. Die nächste Grüne Woche ist nun vom 20. bis 29. Januar 2023 geplant.

Deutsche Ernährungsindustrie mit Umsatzplus
Laut Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie im August 2021 einen Umsatz von 15,3 Mrd. EUR und verzeichnete damit ein Umsatzplus von 3,6% im Vorjahresvergleich. Die Entwicklung im In- und Ausland zeigte hierbei ein gleichermaßen positives Bild. Der Inlandsumsatz betrug 10,0 Mrd. EUR und lag damit 3,6% über dem Vorjahr. Bei steigenden Verkaufspreisen von +3,3% legte der Absatz um 0,4% zu. Im Auslandsgeschäft konnten die Hersteller das Vorjahresergebnis mit einem Umsatzergebnis von 5,3 Mrd. EUR ebenfalls um 3,6% ausbauen. Die Verkaufspreise stiegen um 4,1%, während der Auslandsabsatz mit -0,4 % leicht einbrach. Dem Umsatzergebnis entsprechend entwickelte sich auch die Lebensmittelproduktion positiv, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg im August um 3,6% gegenüber dem Vorjahr. Eine Belastung für die Lebensmittelproduktion seien die stark steigenden Rohstoffkosten, die sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise auswirken würden.

Umsatz im Gastgewerbe wieder rückläufig
Der Umsatz im Gastgewerbe ist laut Statistischem Bundesamt im September 2021 gegenüber August preisbereinigt um 3,5% und nominal um 4,1% gesunken, stieg aber um 6,5% gegenüber September 2020. Im September 2021 haben mehrere Bundesländer aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen die 2G-Regelung eingeführt. Dies kann einen Teil des Umsatzrückgangs erklären. Dabei lag der Gastgewerbeumsatz im September 2021 real 17,7 % unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Von Januar bis September 2021 ging der Umsatz gegenüber gleichem Zeitraum 2019 im Vor-Corona-Jahr, preisbereinigt um 44,9% und nominal um 41,4% zurück. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten im September 2021 gegenüber August 2021 ein reales Umsatzminus von 8,8%. Gegenüber September 2020 stieg der reale Umsatz aber um 14,5%. In der Gastronomie blieb der reale Umsatz im September 2021 im Vormonatsvergleich nahezu konstant (-0,1%). Im Vergleich zum September 2020 stieg er um 2,0%. Innerhalb der Gastronomie blieb der Umsatz der Caterer gegenüber August 2021 real nahezu unverändert (+0,1 %); gegenüber September 2020 stieg er hingegen um 7,1%. Im Vergleich zum Februar 2020 (Vorkrisenniveau) setzten die Caterer jedoch 24,4% weniger um.

ARYZTA wächst um fast 10%
ARYZTA hat im ersten Quartal 2021 ein Umsatzplus erzielt. Die Umsatzerlöse kletterten um Währungseinflüsse, Zu- und Verkäufe bereinigt organisch um 9,8% und erreichten 424,9 Mio. EUR. Das Wachstum resultiert aus einem Volumenanstieg von 8% und einem Plus von 1,8% aus Preis-/Mix-Verbesserungen, teilt der Konzern mit. Insbesondere das Europageschäft trug zu zur Aufwärtsbewegung bei. Das Plus betrug hier 10,1%, getrieben durch 8,6% Volumenwachstum. Im Rest der Welt erreichte der Konzern ein organisches Wachstum von 7,9%. In Europa habe man eine deutliche Erholung verzeichnet, während Corona-bedingte Schließungen in Neuseeland und Australien auf das Geschäft im Rest der Welt gedrückt hätten.

Rohlik-Group expandiert in Europa
Die Rohlik Group, tschechische Mutter von Knuspr und Gurkerl, führt in der ersten Jahreshälfte 2022 unter der Marke „Sezamo" ihren Online-Lebensmittel-Lieferdienst in Italien und Rumänien ein. Ab Frühjahr 2022 sollen 2,5 Mio. Haushalte in Mailand und Bukarest Zugang zum Angebot haben. Italien werde der zweitgrößte Markt nach Deutschland sein. In der zweiten Jahreshälfte 2022 soll „Sezamo" auch in Spanien lanciert werden. Ab 2022 wäre Rohlik damit in 7 Ländern tätig.

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