Walnüsse: Deutschland steigert Walnussimporte um 30%
18. September 2018 um 14:32 ,
Der AUDITOR
Aus dem Osten kommt Neues
Viele wichtige Walnussanbauländer rechnen in dieser Saison mit einem leichten Produktionsrückgang, aber einer insgesamt guten Ernte. Die USA sind einer der wenigen Produzenten, die nach dem eher enttäuschenden Ergebnis des vergangenen Jahres in 2018 sogar auf eine neue Rekordernte hoffen dürfen. Insgesamt soll die weltweite Walnussproduktion 2018/19 auf annähernd 2 Mio. mt kommen.
In Osteuropa haben die Bauern bereits mit der Ernte begonnen und erste Exportlieferungen sollen Ende September erfolgen können. Im Südwesten Frankreichs hingegen starten die Bauern erst Mitte Oktober mit der Walnusslese, ausgeliefert wird die getrocknete Ware dann ab Dezember.
Die Preise für Walnusskerne aus der Ernte 2017 sind weitestgehend stabil, chilenisch Walnussbruch aus dem letzten Jahr ist dagegen günstiger zu bekommen als in der vergangenen Woche.
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Walnusskernpreise (Ernte 2017) |
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Produkt |
EUR/kg |
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80% helle Hälften, EXW Polen |
6,11 |
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Bruch, hell, EXW Deutschland |
6,65 |
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Bruch, hell, DDP Deutschland |
6,51 |
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Quelle: Handel |
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Walnüsse ohne Schale sind beliebt
Deutschland hat die Einfuhr von Walnüssen ohne Schale im Vergleich zum Vorjahr um ein gutes Drittel gesteigert. Insbesondere die Importe von US-Walnüssen sind deutlich gestiegen. Zwischen Januar und Juli 2018 lag die Einfuhr laut Statistischem Bundesamt bei 19.888 mt, rund 30% mehr als in den ersten sieben Monaten des Jahres 2017. Auch das Einfuhrvolumen aus anderen Anbauländern wie Moldau, China und Frankreich konnte gesteigert werden, wohingegen weniger Walnüsse aus Chile importiert wurden.
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Walnussimport Deutschland in mt (Jan-Jul) |
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Land |
2018 |
2017 |
Diff. Vj. |
|
USA |
19.888 |
15.255 |
30% |
|
Moldau |
2.316 |
1.017 |
128% |
|
Chile |
1.346 |
1.606 |
-16% |
|
China |
1.283 |
122 |
951% |
|
Ukraine |
643 |
107 |
504% |
|
Frankreich |
566 |
676 |
-16% |
|
Rumänien |
436 |
547 |
-20% |
|
Indien |
271 |
215 |
26% |
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Niederlande |
242 |
48 |
403% |
|
Österreich |
175 |
143 |
22% |
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Ungarn |
45 |
42 |
7% |
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Türkei |
24 |
11 |
116% |
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Quelle: Statistisches Bundesamt |
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