Kokosraspel: El Niño birgt hohe Risiken

19. Mai 2026 um 16:14 , Der AUDITOR
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MANILA. Die Kokoserzeuger auf den Philippinen, aber auch in anderen Produktionsländern wie Vietnam und Indonesien blicken besorgt auf das El-Niño-Wetterphänomen, das sich in den kommenden Monaten entwickeln könnte. Auch steigende Kraftstoffpreise und eine begrenzte Verfügbarkeit machen ihnen zu schaffen.

Mögliche Auswirkungen von El Niño

Mehrere internationale Klimazentren rechnen ab Mitte 2026 mit der Entwicklung eines El-Niño-Phänomens. Nach Einschätzung der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) besteht zwischen Mai und Juli 2026 eine hohe Wahrscheinlichkeit für dessen Auftreten, mit möglicher Fortdauer bis in den Winter 2026/27 auf der Nordhalbkugel. Auch die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das International Research Institute for Climate and Society (IRI) erwarten einen Übergang von neutralen Bedingungen hin zu El Niño im Verlauf des Sommers oder Herbstes 2026; das geben die Experten von T.M. Duché in ihrem aktuellen Bericht an.

Für die Philippinen könnte El Niño ein erhöhtes Risiko für geringere Niederschläge und Hitzebelastung mit sich bringen. Dies kann die Kokoserträge beeinträchtigen und die Trocknung von Kopra erschweren. Auch in Indonesien, Vietnam, Indien und Sri Lanka bleibt das Angebot angespannt. In Vietnam wurden bereits steigende Kokospreise infolge trockener Wetterbedingungen und begrenzter Verfügbarkeit gemeldet. Marktteilnehmer richten ihren Blick zunehmend auf die Versorgungssituation im zweiten Halbjahr 2026 sowie im Jahr 2027.

Marktentwicklung bei Kopra, Kokosraspeln und Kokosöl

Die Koprapreise setzen ihren Abwärtstrend fort. Sowohl die wöchentlichen Indikationen aus Quezon als auch die durchschnittlichen Mühleneinkaufspreise lagen unter dem Niveau der Vorwoche, des Vormonats und des Vorjahres. Als Ursachen werden eine schwächere Nachfrage nach Speiseölen sowie gestiegene Produktionskosten genannt. Höhere Ölpreise infolge des Konflikts in der Straße von Hormus haben zusätzlich zu Kostendruck geführt, wodurch Produzenten ihre Aktivitäten teilweise reduzieren, so T.M. Duché.

Bei Kokosraspeln zeigen sich die Exportpreise seit mittlerweile 13 Wochen stabil, wie die Marktexperten berichten. Dagegen gaben die Spotmarktpreise in Manila nach zwei Wochen fester Tendenz leicht nach. Kokosöl bleibt das schwächste Segment im Markt für tropische Öle. Auf dem philippinischen Inlandsmarkt zeigte sich eine schwächere bis uneinheitliche Preisentwicklung bei rohem und raffiniertem Kokosöl. Zusätzlich wirkten sich rückläufige Palmölpreise und Gewinnmitnahmen am Markt für Pflanzenöle auf die Entwicklung aus. Die Preisprämie von Kokosöl gegenüber Palmkernöl verringerte sich weiter, was laut der United Coconut Associations of the Philippines (UCAP) auf eine gedämpfte Nachfrage hindeutet.

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Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
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