Kostenfrei

Walnüsse: Angespannte Lage in Osteuropa

28. Februar 2022 um 16:19 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

KYIV/PEKING. Die Russland-Ukraine-Krise sorgt für massive Unsicherheiten auf den Märkten und ukrainische Händler ziehen sich zum großen Teil zurück. Die Nachfrage richtet sich nun vermehrt auf chinesische Ware.

Entwicklung ist nicht abzuschätzen

Die Lage auf dem osteuropäischen Walnussmarkt ist, wie bei allen Produkten, aufgrund der sich weiter zuspitzenden Russland-Ukraine-Krise mehr als angespannt. Auch auf Anfrage geben ukrainische Händler keine Preise bekannt; sie berichten zwar von einer hohen Nachfrage, können dieser aber aktuell aufgrund der Situation nicht nachkommen. Zudem wird die Ware nach Angaben der Marktteilnehmer knapp. Die Entwicklung in den kommenden Wochen abzuschätzen ist unmöglich, da alles davon abhängt, wie das weitere Vorgehen des russischen Präsidenten Putin aussieht. Auch die von zahlreichen Ländern verhängten Sanktionen gegen Russland werden den Handel maßgeblich beeinträchtigen.

Preise sinken weiter

Während keine aktuellen ukrainischen Preise bekannt sind, haben die Preise auf dem europäischen Spotmarkt für Walnüsse anderer Ursprünge, die bereits letzte Woche deutlich gesunken waren, noch einmal merklich nachgegeben. Händisch geöffnete Chandler-ELHP aus Chile kosten diese Woche 6,90 EUR/kg.

Walnusspreise

Sorte

EUR/kg

USD/kg

Chandler, ELHP 80%, Chile, händisch geöffnet

6,90

7,70

Chandler, LHP 80%, USA

5,85

6,22

Chandler, in der Schale, 30-32 mm, Chile

2,40

2,65

Type 185, geschält, ELHP 90%, China

5,65

5,98

XIN2, in der Schale, +32 mm

2,90

3,20

FCA Spanien

 

Russland und China setzen Handel fort

Die Preise für chinesische Ware könnten bald wieder anziehen, da die Marktteilnehmer hier von einer höheren Nachfrage berichten. Die Frachtkosten halten sich vorerst stabil, allerdings rechnen die Händler damit, dass auch diese im März deutlich ansteigen könnten, wenn die Energiepreise ihr hohes Niveau halten oder sogar noch teurer werden. Zwar sind einige russische Banken als Teil der Sanktionen mittlerweile vom internationalen Zahlungssystem SWIFT ausgeschlossen, der Handel mit China ist durch das dort verwendete CIPS (Cross-Border Inter-Bank Payment System) bisher jedoch weiter möglich.

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
11.08.2026
BRÜSSEL. Laut der offiziellen Zollstatistiken erreichten die EU-Importe verschiedener Nusssorten im ersten Halbjahr 2026 ein Rekordhoch. Dagegen fallen die Zahlen für Mandeln, Walnüsse und Erdnüsse weniger erfreulich aus.
Nüsse
10.08.2026
NEU-DELHI/HO-CHI-MINH-STADT. Ghana hat kein Exportverbot für Cashewnüsse verhängt. Logistische Herausforderungen schränken die Handelsströme in Nigeria ein. In Vietnam sind die RCN-Preise untragbar hoch. Niedrige Preise für Cashewkerne haben in Indien zur Schließung von Verarbeitungsbetrieben geführt.
Nüsse
10.08.2026
NEU-DELHI. Der indische Erdnussmarkt bleibt schwach, die chinesische Nachfrage verhalten. Eine deutliche Belebung wird vorerst nicht erwartet. Die Nachfrage nach Erdnussöl im indischen Einzelhandel sorgt jedoch für gewisse Unterstützung.
Nüsse
04.08.2026
MANILA. Die Kombination aus El Niño und der Taifunsaison erhöht die Unsicherheit auf den Kokosmärkten in Südostasien. Gleichzeitig haben sich die Rohwarenpreise auf den Philippinen erholt, während die Kokosexporte rückläufig sind.