Toilettenpapier: Hersteller sind ausgelastet

25. März 2020 um 09:01 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

FRANKFURT. Toilettenpapier ist das neue „weiße Gold“. Für Neukunden ist es derzeit kaum möglich, Ware direkt von den Herstellern zu beziehen. Sie wollen sicherstellen, dass ihre Kapazitäten den Bestandskunden zur Verfügung stehen.

Auf Nachfrage von Mundus Agri gaben viele der befragten europäischen Toilettenpapierhersteller an, derzeit keine Neukunden anzunehmen. Die vorhandenen Kapazitäten seien den Bestandskunden wie Supermarkt- und Drogerieketten vorbehalten. Beispielsweise hat SCA (Zewa, Tempo, Tork, Edet u.a.) derzeit keine Möglichkeiten, zusätzlich "weißes Gold" in den Markt zu pumpen. Auch andere Hersteller wie Fripa und Werrapapier winken ab. Anfragen im Ausland haben aufgrund der hohen Nachfrage lange Bearbeitungszeiten. 

ZDF-Interview mit Essity, Mannheim

Roger Schilling, Werksleiter Essity in Mannheim, sagte gegenüber dem ZDF: „Wir haben die Produktion erhöht. Maßnahmen, die in der Planung standen, verschoben. Wir haben Instandhaltungsmaßnahmen verschoben, alles um die Anlagen permanent am Laufen zu halten.“ Auf die Frage, warum dennoch die Regale leer sind, Antwortet Schilling: „Wir liefern mehr, wir produzieren mehr. Unsere Handelspartner liefern mehr in ihre Regale. Aber sobald die Ware im Regal ist, wird sie sofort abverkauft – aufgrund von Hamsterkäufen.“

Essity ist gut gerüstet hat auch für das Auftreten eines Corona-Falls vorgesorgt. „Sollten wir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die wir getroffen haben, einen Corona-Fall haben, werden wir unsere Reserveschichten in Einsatz bringen, die wir gebildet haben. Wir haben auch auf der Rohstoffseite vorgesorgt. Unsere Läger sind voll, der Nachschub läuft und unsere Lieferanten haben und versichert, dass sie uns weiterhin gut versorgen können.“

Wie das ZDF mitteilt, bestätigte auch der Verband deutscher Papierfabriken, dass aktuell kein Versorgungsengpass bei Toilettenpapier besteht.

Zum Schluss betonte Schilling noch: „Wenn jeder normal kauft, ist für jeden zu jederzeit genug da. Wir müssen nur aufhören, jeder für sich zu hamstern.“ (Quelle: ZDF heute vom 23.03.2020)

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
09.01.2026
SEEHEIM/OLMÜTZ. Das Jahr 2025 hatte wieder einiges zu bieten. Neue Regelungen und Rekordpreise waren in manchen Märkten an der Tagesordnung, klimatische Extreme in vielen Bereichen spürbar. Ing. et Ing. Kristián Vronka, Inhaber der CROPFUL s.r.o., erklärt, wie die Marktteilnehmer sich diesen Hürden stellten und welche Erwartungen es an das kommende Jahr 2026 gibt. Lesen Sie hier das komplette Interview.
Interviews
05.01.2026
SEEHEIM/ORDU. Das Jahr 2025 hatte wieder einiges zu bieten. Neue Regelungen und Rekordpreise waren in manchen Märkten an der Tagesordnung, klimatische Extreme in vielen Bereichen spürbar. Unser Geschäftspartner aus dem türkischen Haselnussmarkt erklärt, wie die Marktteilnehmer sich diesen Hürden stellten und welche Erwartungen es an das kommende Jahr 2026 gibt. Lesen Sie hier das komplette Interview.
Ölsaaten
02.01.2026
SEEHEIM/NEU-DELHI. Das Jahr 2025 hatte wieder einiges zu bieten. Neue Regelungen und Rekordpreise waren in manchen Märkten an der Tagesordnung, klimatische Extreme in vielen Bereichen spürbar. Unser Geschäftspartner aus dem indischen Gewürzmarkt erklärt, wie die Marktteilnehmer sich diesen Hürden stellten und welche Erwartungen es an das kommende Jahr 2026 gibt. Lesen Sie hier das komplette Interview.
Ölsaaten
31.12.2025
SEEHEIM/PRAG. Das Jahr 2025 hatte wieder einiges zu bieten. Neue Regelungen und Rekordpreise waren in manchen Märkten an der Tagesordnung, klimatische Extreme in vielen Bereichen spürbar. Unser Geschäftspartner aus dem Leinsaatmarkt erklärt, wie die Marktteilnehmer sich diesen Hürden stellten und welche Erwartungen es an das kommende Jahr 2026 gibt. Lesen Sie hier das komplette Interview.