Südzucker reduziert Zuckerrübenaussaat um 12,6%
9. Juli 2020 um 08:43 ,
Der AUDITOR
Höhere Zuckererlöse reduzieren Verluste
Während des ersten Quartals ging der Umsatz im Segment Zucker leicht auf 565 Mio. EUR (Vorjahr: 581 Mio. EUR) zurück. Der Umsatzrückgang ist auf eine deutlich geringere Absatzmenge zurückzuführen, zum einen bedingt durch die geringere Zuckererzeugung in der Kampagne 2019; zum anderen überlagert zunehmend die geringere Nachfrage der zuckerverarbeitenden Industrie infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die kurzfristig positiven Impulse aus Hamsterkäufen im Einzelhandel zu Beginn des Geschäftsjahres, teilte der Konzern mit.
Der operative Verlust konnte wie erwartet deutlich auf -15 Mio. EUR (Vorjahr: -36 Mio. EUR) reduziert werden. Die Verbesserung wird maßgeblich getragen von den höheren Zuckererlösen infolge der Preiserhöhungen seit Beginn des Zuckerwirtschaftsjahres 2019/2020. Diese überkompensieren die geringere Absatzmenge und gestiegene Produktionskosten.
Kleinere Flächen nach Werksschließungen
Nach der Stilllegung von vier Zuckerfabriken hat sich die Rübenfläche In der Südzucker-Gruppe 2020 gegenüber dem Vorjahr um 12,6% auf 342.000 ha (Vorjahr: 391.000 ha) reduziert.
Die Hauptaussaat begann Ende März, rund eine Woche später als im Vorjahr. Kühle Nachttemperaturen und Trockenheit von der Aussaat bis Anfang Juni sorgten für ein verzögertes und ungewöhnlich heterogenes Pflanzenwachstum.
Segment CropEnergies mit Umsatz- und Ergebnisreduktion
Der Umsatz im Segment CropEnergies reduzierte sich im ersten Quartal deutlich auf 162 Mio. EUR (Vorjahr: 185 Mio. EUR). Dabei führten die durch die Corona-Pandemie bedingten Verwerfungen bei der Kraftstoffnachfrage infolge von Mobilitätseinschränkungen sowohl absatz- als auch erlösseitig zu einem Rückgang. Dies konnte nur teilweise durch den deutlichen Nachfrageanstieg für Ethanol zur Erzeugung von Desinfektionsmitteln kompensiert werden.
Abschließend erklärt Südzucker, sei die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21, aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen hohen Volatilität in allen Segmenten, weiterhin von sehr großer Unsicherheit geprägt.
Südzucker-Pressemitteilung 09.07.2020