Südzucker: Niedrige EU-Preise können die Kosten nicht abdecken
10. Oktober 2019 um 13:29 ,
Der AUDITOR
Die Preise dürften niedrig bleiben.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019/2020 ging der Umsatz im Segment Zucker drastisch auf 1,121 Mio. EUR zurück. Demgegenüber lag der Umsatz im vergangenen Jahr mit 1,389 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahreswert. Dieser Verlust liegt im Rahmen der Erwartungen. Südzucker erklärt, dass das niedrige Zuckerpreisniveau in der EU die Kosten keineswegs gedeckt hat und der dürrebedingte Ertragsrückgang den Absatz drosselte. Darüber hinaus erwartet der Zuckergigant keine Erholung in der Saison 2019/2020. Obwohl das globale Produktionsdefizit voraussichtlich steigen wird, dürften die Zuckerpreise auf dem Weltmarkt niedrig bleiben, da Indien voraussichtlich bis zu 6 Mio. mt exportieren wird. Das hat einen erheblichen Einfluss auf die Zuckermarktpreise in der EU.
Trockenheit und Hitze haben sich auch auf die Zuckerrübenproduktion in den meisten Regionen, in denen Südzucker tätig ist, ausgewirkt. Die Erträge dürften unterdurchschnittlich sein. Die Kampagne begann am 21. August und sollte 105 Tage dauern. Im vergangenen Jahr dauerte die Kampagne 115 Tage. Aus 28,1 Mio. mt Zuckerrüben will Südzucker 4,45 Mio. mt Zucker produzieren. Dies ist ein Rückgang gegenüber den 4,62 Mio. mt Zucker aus 29,3 Mio. mt Zuckerrüben im Vorjahr.
Drastischer Umsatzeinbruch erwartet
Der Konzern hat seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2019/2020 weitgehend bestätigt, da der konsolidierte Konzernumsatz zwischen 6,7 und 7,0 Mrd. EUR liegen soll. Der Umsatz des vergangenen Jahres betrug 6,8 Mrd. Euro. Die Verluste in den Segmenten Zucker und Frucht sollen durch höhere Umsätze im Segment CropEnergies und im Segment Spezialitäten kompensiert werden. Im Segment Zucker wird ein operativer Verlust von -200 bis -300 Mio. EUR erwartet. Im vergangenen Jahr belief sich der Verlust auf -239 Mio. EUR.
Pressemitteilung Südzucker AG (10. Oktober 2019)