Südzucker bestätigt Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2018/19

16. Mai 2019 um 10:55 , Der AUDITOR
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MANNHEIM. Im Geschäftsjahr 2018/19 sank der Konzernumsatz der Südzucker AG auf 6.754 (Vorjahr: 6.983) Mio. Euro (Vorjahr: 6.983 Mio. Euro). Während der Umsatz im Segment Spezialitäten deutlich anstieg, ging er in den Segmenten Zucker und CropEnergies deutlich zurück.

Im Segment Frucht lag der Umsatz leicht über dem des Vorjahres. Das operative Konzernergebnis verringerte sich erwartungsgemäß deutlich auf 27 Mio. Euro (Vorjahr: 445 Mio. Euro). Der Rückgang ist in erster Linie auf die ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte im Segment Zucker eingetretenen hohen Verluste zurückzuführen. Im Segment CropEnergies sank das operative Ergebnis ebenfalls merklich. Das operative Ergebnis im Segment Spezialitäten lag auf und im Segment Frucht leicht über Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der Neueinschätzung des Zuckermarktumfelds führten Restrukturierungsmaßnahmen sowie die Wertberichtigung von

Geschäfts- und Firmenwerten im Segment Zucker zu einem hohen Konzernjahresfehlbetrag von 805 Mio. Euro (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss 318 Mio. Euro). 

Segment Zucker mit operativem Verlust
Im Segment Zucker sank der Umsatz infolge deutlich niedrigerer Erlöse auf 2.588 Mio. Euro (Vorjahr: 3.017 Mio. Euro). In der ersten Geschäftsjahreshälfte wurde deutlich mehr Zucker als im Vorjahr abgesetzt. Im zweiten Halbjahr ging der Zuckerabsatz infolge der trockenheitsbedingt geringeren Produktions- und Exportmenge deutlich zurück und lag im Gesamtjahr nur noch leicht über Vorjahr.

Während im Vorjahr in der ersten Geschäftsjahreshälfte die Erlöse noch angestiegen waren, gingen diese seit Oktober 2017 deutlich zurück. Seit Oktober 2018 sanken die Erlöse nochmals. Die trockenheitsbedingt schlechtere Ernte 2018 belastete die Ergebnisentwicklung zusätzlich. Durch die geringere Produktionsmenge erhöhten sich einerseits die Herstellungskosten, gleichzeitig verminderte sich die Absatzmenge. Daher musste Südzucker in der zweiten Geschäftsjahreshälfte operative Verluste in Höhe von -239 Mio. Euro (Vorjahr: operativer Gewinn 139 Mio. Euro) hinnehmen. 

Verarbeitungskampagne und Zuckerproduktion 2018
Aufgrund der Trockenheit begann die Kampagne 2018, abgesehen von Polen, etwa zehn Tage später als ursprünglich geplant. Die Verarbeitungsdauer in den einzelnen Werken lag zwischen 65 Tagen in Falesti, Moldau, und 146 Tagen in Cagny, Frankreich. Im Schnitt aller Werke dauerte die Kampagne 115 Tage (Vorjahr: 133 Tage).

Insgesamt sank die Zuckerproduktion im Konzern auf 4,7 Mio. mt (Vorjahr: 5,9 Mio. mt). Davon entfielen 4,6 Mio. mt (Vorjahr: 5,7 Mio. mt) auf die Rübenzuckergewinnung und 0,1 Mio. mt (Vorjahr: 0,2 Mio. mt) auf Rohrohrzucker. 

Segment Spezialitäten mit Umsatzzuwachs
Das Segment Spezialitäten konnte ein deutliches Umsatzplus auf 2.294 Mio. Euro (Vorjahr: 1.997 Mio. Euro) erzielen. Der Umsatzzuwachs stammt dabei im Wesentlichen aus den im Vorjahr nur zeitanteilig enthaltenen Gesellschaften Richelieu Foods Inc., Massachusetts, USA, sowie HASA GmbH, Burg, Sachsen-Anhalt. Alle anderen Bereiche konnten ebenfalls den Umsatz steigern. Das operative Ergebnis lag mit 156 Mio. Euro (Vorjahr: 158 Mio. Euro) auf Vorjahresniveau. Im Bereich Stärke standen stärkebasierte Verzuckerungsprodukte und Ethanol unter Preisdruck. Aufgrund der gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten führte dies zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Für den Ausgleich sorgte die insgesamt positive Ergebnisentwicklung der anderen Produktgruppen. 

Segment Frucht mit weiterhin stabiler Entwicklung
Im Segment Frucht lag der Umsatz mit 1.179 Mio. Euro (Vorjahr: 1.161 Mio. Euro) leicht über Vorjahresniveau. Der Bereich Fruchtzubereitungen konnte rückläufige Erlöse durch Absatzsteigerungen mehr als ausgleichen. Dank deutlich gestiegener Erlöse konnte im Fruchtsaftkonzentratbereich trotz geringerer Absatzmengen ebenfalls ein Umsatzzuwachs erzielt werden. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein leichter Plus des operativen Ergebnisses auf 77 Mio. Euro (Vorjahr: 76 Mio. Euro). Die Division Fruchtzubereitungen verzeichnete in erster Linie währungsbedingt eine Ergebnisverschlechterung. Diese konnte durch bessere Deckungsbeiträge bei Apfelsaftkonzentraten aus der Ernte 2017 und die gestiegene Kapazitätsauslastung mehr als ausgeglichen werden. 

Konzernprognose 2019/20
Südzucker erwartet für das Geschäftsjahr 2019/20 einen Konzernumsatz in Höhe von 6,7 Mrd. Euro bis 7,0 Mrd. Euro. Dabei geht der Konzern im Segment Zucker von einem moderaten Umsatzrückgang aus. Im Segment CropEnergies sieht Südzucker den Umsatz in einer Bandbreite von 720 Mio. Euro bis 820 Mio. Euro. Im Segment Spezialitäten rechnet man mit einem leicht steigenden, im Segment Frucht mit einem moderat steigenden Umsatz.

Beim operativen Konzernergebnis wird von einer Bandbreite in Höhe von 0 Mio. Euro bis 100 Mio. Euro ausgegangen. Dabei rechnet Südzucker bei Zucker mit einem erneuten operativen Verlust in Höhe von -200 Mio. Euro bis -300 Mio. Euro. Demgegenüber geht der Konzern im Segment Spezialitäten von einer moderaten und im Segment Frucht von einer deutlichen Ergebnissteigerung aus. Im Segment CropEnergies wird ein operatives Ergebnis zwischen 20 Mio. Euro und 70 Mio. Euro erwartet.

Quelle: Presse-Information Südzucker AG

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