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Sonnenblumenkerne: „Weitere Unternehmen werden schließen müssen“

26. Dezember 2025 um 09:00 , Der AUDITOR
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SEEHEIM/SOFIA. Das Jahr 2025 hatte wieder einiges zu bieten. Neue Regelungen und Rekordpreise waren in manchen Märkten an der Tagesordnung, klimatische Extreme in vielen Bereichen spürbar. Unser Geschäftspartner aus dem Sonnenblumenkernmarkt erklärt, wie die Marktteilnehmer sich diesen Hürden stellten und welche Erwartungen es an das kommende Jahr 2026 gibt. Lesen Sie hier das komplette Interview.

Mit welchen Schwierigkeiten hatte der Sonnenblumenkernmarkt im Jahr 2025 hauptsächlich zu kämpfen? Was hat sich im Vergleich zu den letzten beiden Jahren verändert?
Die letzten beiden Jahre waren aufgrund der schlechten Ernten und des anhaltenden Krieges in der Ukraine insgesamt keine guten Jahre. Dieses Problem setzte sich auch im Jahr 2025 fort. Darüber hinaus ist es für Produzenten schwierig, mehrere schlechte Jahre in Folge auszugleichen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden weitere Unternehmen schließen müssen.

Die geopolitischen Spannungen sind ein fortwährendes Problem. Wie haben sich die Einfuhrzölle auf Lieferungen in die USA auf den Sonnenblumenkernhandel ausgewirkt?
Die Nachfrage aus den USA ist im Vergleich zum Vorjahr geringer. Dies ist nicht nur auf die Zölle zurückzuführen, sondern auch auf die gute Ernte in den USA.

Auch 2025 wurde die Sonnenblumenkernernte erneut von ungünstigen Wetterbedingungen hart getroffen. Wie können Erzeuger und Marktteilnehmer handeln, um für die kommenden Jahre gewappnet zu sein?
Die Hersteller müssen vorsichtiger sein, wenn sie im Vorfeld niedrige Preise anbieten. Stattdessen müssen die Kunden akzeptieren, dass im Voraus eher hohe Preise angeboten werden.

Erneut sind die Rohwarenpreise in vielen Märkten deutlich gestiegen, einige haben historische Höchststände erreicht oder liegen knapp darunter. Inflation und höhere Produktionskosten hinterlassen ihre Spuren; auch die Preise für Sonnenblumenkerne bewegen sich in diesem Jahr wieder auf einem relativ hohen Niveau. Glauben Sie, dass die Marktteilnehmer dies einfach als neuen Normalzustand akzeptieren müssen?
Es wird einen höheren „normalen“ Preis für Sonnenblumenkerne geben, aber nicht auf dem derzeitigen Niveau.

Mit Blick auf die aktuelle Marktsituation: Vor welchen Herausforderungen könnte der Sonnenblumenkernmarkt im kommenden Jahr 2026 stehen?
Das größte Risiko ist nach wie vor die Lage in der Ukraine. Die Ukraine baut immer noch mehr Sonnenblumen an als die gesamte EU, aber wenn sich der Krieg immer weiter in Richtung Westen des Landes ausbreitet, wird die Menge an Rohware zurückgehen.

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