Sojabohnen: COFCO dämpft Importerwartungen

18. Mai 2020 um 16:09 , Der AUDITOR
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CHICAGO. Der US-amerikanische Sojabohnenmarkt legte wieder etwas zu. Gute Ergebnisse beim NOPA-Report und bei der US-Sojabohnenexportkontrolle sorgten für Auftrieb am Markt. Auch die wieder zunehmende Schweinefleischnachfrage stützt den Sojamarkt. Chinas Sojabohnenläger scheinen sich mehr und mehr zu füllen, sodass der Import über die Sommermonate dorthin etwas einbrechen könnte. Argentinien hat massive Logistikprobleme wegen Niedrigwasser am Parana-Fluss.

US-Sojabohnen legten in Chicago am Nachmittag mit knapp 8,46 USD/Bushel um 0,8 % gegenüber letztem Freitag zu. Sojaschrot stieg um 0,1 %, Sojaöl um 1,0 %. Die Kurse profitierten zunächst vom letzten NOPA-Report, wonach die US-Sojabohnen-Verarbeitung im April auf 171,754 Mio. Bushel gestiegen war und 0,7 % über der Handelseinschätzung lag. Die Exportinspektion rangierte mit 795.000 mt am oberen Rand der Erwartungen. Die US-Soja-Aussaat war bis zum 10. Mai zu 38 % fortgeschritten. Dabei rechnet der US-Handel mit Anbauverschiebungen zugunsten von Sojabohnen und weniger Maisanbau. IEG Vantage hat die US-Sojafläche zur Ernte 2020 auf 85,9 Mio. Acres veranschlagt, im Vergleich zur sehr niedrigen USDA-Prognose von 83,5 Mio. Acres. Dies bedeutet, das US-Farmer noch Mais-Anbaufläche auf Sojabohnen umwidmen werden. Allerdings sollen erwartete Niederschläge über großen Teilen des MidWest den Anbaufortschritt etwas abbremsen.

Sojaschrot-Kassamarkt

Sojaschrot LP (44/7) FOB

Parität/EUR/t

5/20

6/20

7/20

8-10/20

Rotterdam

-

303,00

295,00

298,00

Hamburg

303,00

299,00

293,00

292,00

Mainz

316,00

316,00

305,00

305,00

Straubing

337,00

331,00

324,00

325,00

Quelle: Handel

Argentiniens Logistikprobleme nehmen zu
Nun scheint es so, dass China sich bis weit in die Sommermonate mit preiswerten brasilianischen Sojabohnen eingedeckt hat und bis dahin den Sojaimport abbremsen muss. Grund war der niedrige Real. Seit Anfang des Jahres hat die brasilianische Währung um über 32 % nachgegeben. COFCO International geht offenbar davon aus, dass die Lagerbestände Chinas wahrscheinlich um Juli und August ihren Höchststand erreichen werden, was den Preisdruck auf Sojaschrot und Sojaöl verschärfen könnte, weil China weniger Bedarf hat. Laut Getreidebörse in Buenos Aires wurden in Argentinien bislang 88 % der Sojaernte eingebracht, die Ernteprognose blieb bei 50 Mio. mt, das USDA war zuletzt von 51 Mio t ausgegangen. Logistische Probleme, die auf niedrige Wasserstände am Parana-Fluss in Rosario zurückzuführen waren, wurden zuletzt durch mangelnde Uferbefestigung südlich von Rosario verschlechtert. Die Schiffe konnten dort teils nur mit 11.000 mt im Vergleich zu sonst 50.000 mt beladen werden, hieß es.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

705

690

Rapsöl FOB Hbg.

825

818

Palmöl CIF Rott. USD

515

510

Sonnenblumenöl USD FOB

735

735

Quelle: Handel

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