Sesam: Preise sinken auf Mehrjahrestief

2. Juni 2020 um 10:04 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

NEU-DELHI. Südkorea hat für die kommende Woche einen neuen Sesam-Tender ausgerufen. In Anbetracht der hohen Verfügbarkeit ist die Ausschreibung indische Händler eine gute Gelegenheit, Bestände abzubauen.

9.000 mt Sesam sind geplant

Mitte nächster Woche, am 10. Juni 2020, soll ein neuer Sesam-Tender abgehalten werden. Südkorea plant aktuellen Berichten zufolge insgesamt 9.000 mt zu kaufen, jeweils 4.500 mt in Premium-Qualität und 4.500 mt in Standard-Qualität. Lieferungen aus Indien und anderen asiatischen Ländern sollen bis zum 31.08.2020 erfolgt sein, Verschiffungen aus Afrika dürfen bis zum 30.09.2020 angeliefert werden. 

Erneute Preiskorrektur

Indische Exporteure haben große Hoffnung, einen Großteil der Ausschreibung für sich entscheiden zu können. Die Sommerernte ist in vollem Gange und wird noch in nächster Zeit für stetigen Warefluss aus den Anbaugebieten sorgen.

Geschälter Sesam ging zu Beginn dieser Woche auf 1,60 USD/kg CIF Hamburg zurück, auf diesem Niveau lagen die Preise zuletzt im März 2018. Sesam, natur sank dagegen um 0,07 USD/kg auf 1,33 USD/kg CIF Hamburg – der günstigste Preis seit November 2017. Die Preise für schwarzen Sesam legten derweil wieder auf 2,20 USD/kg CIF Hamburg zu.

Aufgrund der hohen Verfügbarkeit und der geringen Exportnachfrage dürfte aber selbst eine erfolgreiche Tender-Teilnahme vorerst nicht ausreichen, um die Preise langfristig nennenswert steigen zu lassen. 

Sesampreise, Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.600

Natur, 99,95%

1.330

Schwarz, natur, 99,95%

2.200

CIF Hamburg

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
Preischart für Sesam, geschält, mechanisch getrocknet, 99.95% Reinheit
Preischart für Sesam, ungeschält, 99.95% Reinheit 
weitere Preischarts

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Sesam, geschält
Dateisymbol
Preischart Sesam, natur

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
07.09.2026
DALIAN. Die Bestände an chinesischen Kürbiskernen sind deutlich gesunken und bieten kaum noch Puffer bis zur neuen Ernte. Gleichzeitig ziehen die Preise für die neue Ernte weiter an. Die Unsicherheit über Erntemenge und Qualität bleibt bestehen.
Ölsaaten
03.09.2026
OTTAWA/BRÜSSEL. Wetterbedingte Ernteverzögerungen könnten den kanadischen Händlern den Start in die neue Saison zusätzlich erschweren. Die Konkurrenz aus Russland und Kasachstan ist groß. EU-Länder haben ihre Leinsaatimporte aus Kanada in den letzten zwei Monaten verdreifacht.
Ölsaaten
03.09.2026
ASTANA. Kasachische Bauern haben in diesem Jahr weit mehr Leinsaat angebaut als zunächst erwartet. Geringere Erträge bremsen den Produktionszuwachs allerdings. Die Saison 2026/2027 könnte mit weiteren logistischen Herausforderungen aufwarten.
Ölsaaten
02.09.2026
SOFIA/DALIAN. In ihrem aktuellen Bericht hat die Europäische Kommission Ernteschätzungen für viele EU-Länder gesenkt, Bulgarien und Rumänien gehören zu den wenigen Ausnahmen. In der Ukraine haben die Bauern mit der Sonnenblumenkernernte begonnen. Trockenheit hat die Kernbildung in China beeinträchtigt.