Raps: Rapsöl folgt vorerst den Vorjahresspuren

16. Juni 2020 um 15:41 , Der AUDITOR
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HAMBURG. Die Märkte für Canola und Raps entwickelten leicht fester. Unterstützung kam vom Rohöl, soll die Trump-Regierung ein gewaltiges Infrastruktur-Maßnahmenpaket von fast einer Milliarde US-Dollar per Oktober für den US-Markt auf den Weg bringen, was auch Rohöl nach oben zog. Interessant ist der Vergleich der Rapsölpreise mit dem Vorjahr.

Canola legte am Nachmittag in Winnipeg mit 473,60 CAD/mt um 04 % gegenüber gestern zu. Raps notierte in Paris leicht fester bei 377,00 EUR/mt. Der Kursverlauf bei Canola in Winnipeg profitierte von befestigten Sojabohnennotierungen in Chicago und besonders gestiegenen Kursen am Rohölmarkt.  Nach in den letzten Tagen eher schwächeren Rohölpreis-Notierungen holte Rohöl bei der Sorte Brent heute Morgen um 5,8 % auf 39,7 USD/Barrel und bei WTI um 7,2 % auf 37,0 USD/Barrel auf.  Den Impuls dafür lieferte Washington, indem die Trump-Regierung offenbar ein gewaltiges Infrastruktur-Maßnahmen­paket von fast einer Milliarde US-Dollar vorbereitet für eine Freigabe per Oktober. Die höhere Liquidität sorgte auch bei Canola für bessere Absatzerwartungen. In Kanada unterstützten aber auch schwierige Wachstumsbedingen, teils zu trocken, andernfalls zu nass, den Markt. Dagegen hatte der schwächere Kursverlauf bei Palmöl in Malaysia wenig Auswirkungen auf den Canolamarkt.

Raps-Kassamarkt (Fronttermin)

Raps 00 (40/9/2)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

363,00

-2,00

Mosel FOB

376,00

-1,00

Hamburg CIF

372,00

-2,00

Neuss DDP

383,00

1,00

Hamm DDP

391,00

1,00

Mannheim DDP

383,00

1,00

Quelle: Handel

Trend zu vorerst festeren Preisen bleibt bestehen
Der westeuropäische Rapsmarkt profitierte vom etwas schwächeren Eurokurs, der zuletzt bei 1,1281 USD/EUR wieder unter die Marke von 1,13 USD/EUR sank. Am französischen Kassamarkt gab Raps am Morgen nach, weil schlicht die Nachfrage fehlte. Die Unwetter vom Wochenende hatten in Westeuropa wohl kaum Auswirkungen auf die Feldbestände. Interessant ist, dass sich die Rapsölpreise nahezu auf dem Vorjahrsstand hielten. Würde sich der Trend wie im Vorjahr fortsetzten, müssten die Rapspreise ab August und erst recht im September stark anziehen. Die EU bleibt wegen knapper Eigenversorgung bei Raps abhängig von Rapsimporten aus der Ukraine und später aus Australien, wo die Ernte hoch ausfallen soll. Das wäre ein gravierender Unterschied zum Vorjahr. Eine zweite Pandemiewelle würde den Markt jedoch auf den Kopf stellen.

Pflanzenöl-Kassamarkt

Pflanzenöl Kassamarkt (EUR/mt) 

Parität

Heute

Vortag

Sojaöl FOB Hbg.

720

730

Rapsöl FOB Hbg.

837

835

Palmöl CIF Rott. USD

590

602

Sonnenblumenöl USD FOB

795

795

Quelle: Handel

 

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