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Pistazien: Händler widersprechen INC-Schätzung

19. Juli 2021 10:01, Der AUDITOR
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TEHERAN/REUS. Die Händler zeigen sich besorgt darüber, ob der Iran auf dem internationalen Pistazienmarkt weiter bestehen kann. Obwohl die kürzlich veröffentlichten Exportdaten eher ermutigend waren, werden Frost und extreme Hitze die diesjährige Produktion sicherlich beeinträchtigen. Darüber hinaus sind die Bauern mit mehreren Problemen konfrontiert. Lokale Händler widersprechen dem optimistischen Ausblick des International Nut and Dried Fruit Council (INC) sehr.

Händler vs INC

Obwohl der Iran zwischen September 2020 und Mai 2021 mehr als 162.000 mt Pistazien exportieren konnte und die Lieferungen in den Fernen Osten, nach Indien und in die EU gestiegen sind, ist die Stimmung auf dem Markt derzeit alles andere als optimistisch. Es wird nicht nur berichtet, dass Frost und extreme Hitze die diesjährige Produktion beeinträchtigt haben, sondern dass Dürre, verminderte Wasserqualität und die Sanktionen die Produktion nachhaltig beeinträchtigen und die Bauern daran hindern werden, die Erträge zu steigern, was für das Land entscheidend ist, um auf dem internationalen Markt konkurrenzfähig zu sein. Händler warnen, dass die Erzeuger mit zu hohen Kosten konfrontiert sind und das Land auf Dauer nicht mehr mit den USA mithalten kann.

Der International Nut and Dried Fruit Council ist dagegen optimistischer. Obwohl die Organisation mit der Iranian Pistachio Association (IPA) darin übereinstimmt, dass Frost und Hitze die diesjährige Produktion einschränken werden, sollte die geografische Vielfalt in Verbindung mit neuen Plantagen eine durchschnittliche Produktion von 200.000 mt in den nächsten vier bis fünf Jahren ermöglichen. Die Begründungen für diese positiven Aussichten erscheinen eher dürftig, denn es wird lediglich darauf hingewiesen, dass Pistazien in bis zu 27 verschiedenen Provinzen angebaut werden und dass es neue Plantagen gibt. Vieles wird sicherlich von der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes abhängen. 

Weltweite Produktion wird um 33% niedriger liegen

Obwohl Kalifornien von schwerer Dürre und Hitze betroffen ist, rechnet der INC damit, dass die Pistazien weitgehend unberührt bleiben. In den USA wird trotz eines „off-years“ eine gute Produktion von 400.000 mt erwartet. Die US-Anbieter profitieren von der gestiegenen Nachfrage nach Pistazien in der Snackindustrie, die größtenteils auf die Pandemie zurückzuführen ist und voraussichtlich anhalten wird. Handelsbarrieren mit China sind hier die einzige Sorge.

Innovationen sind auch in der Türkei im Gange, wo effektivere Verfahren die Erträge in einigen Teilen des Landes verbessern sollten. Die „off-year“ Produktion in der Türkei dürfte sich bei 89.000 mt bewegen, nach dem letztjährigen Rekord von 302.000 mt. Die weltweite Produktion soll 2021/2022 um 33% auf 676.550 mt sinken. Das Gesamtangebot wird mit 1,023 Mio. mt jedoch nur um 13% unter dem Gesamtangebot von 1,172 Mio. mt in der laufenden Saison liegen.

Produktion Pistazien in der Schale in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

USA

477.000

400.000

-16,1%

Iran

190.000

145.000

-23,7%

Türkei

302.000

89.000

-70,5%

Syrien

20.700

22.000

6,3%

Griechenland

8.000

7.200

-10,0%

Afghanistan

4.500

5.900

31,1%

Spanien

1.800

3.000

66,7%

Australien

3.000

2.250

-25,0%

China

1.500

1.200

-20,0%

Italien

1.200

1.000

-16,7%

Gesamt

1.009.700

676.550

-33,0%

Quelle: INC Juli 2021

Geringe Schwankungen

Die meisten Pistaziensorten werden um 0,05-0,11 EUR/kg teurer gehandelt als noch Anfang Juli. Akbari-Pistazien sind von den diesjährigen Wetterbedingungen besonders betroffen und die Lagerbestände sind niedrig. Kale Ghuchi-Pistazien werden dagegen um 0,05 EUR/kg niedriger gehandelt.

Pistazien, Iran

Type

EUR/kg

Ahmad Aghaei, 24-26

8,75

Ahmad Aghaei, 26-28

8,54

Akbari, 20-22

9,58

Akbari 22-24

9,17

Kale Ghochi, 22-24

8,00

Kale Ghochi 24-26

7,79

Fandoghi, 30-32

7,46

Fandoghi 32-34

7,25

FOB Iran, Abnahmemenge 1 mt

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